GRÜNE fordern barrierefreien Bahnhof Bottrop-Boy
GRÜNE Aktion zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Bottroper Bahnhof Boy
Dr. Frithjof Schmidt (Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemaliger Europaabgeordneter) suchte in den Europawochen 2012 das Gespräch mit allen interessierten Bottroper BürgerInnen.
Aus aktuellem Anlass kam Dr. Frithjof Schmidt am 5. Mai 2012 zum Bahnhof Bottrop-Boy, um dort die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und die Barrierefreiheit „vor Ort“ zu diskutieren. Die GRÜNEN fordern: „Dort muss die Deutsche Bahn zügig Barrierefreiheit schaffen: davon profitieren Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen und FahrradfahrerInnen.“ (US, Mai 2012, Foto: © Dr. Frithjof Schmidt/Seidel)
- WAZ-Bericht „Bahnhof Boy: Schandfleck im Verkehrsverbund“ vom 6. Mai 2012 -
GRÜNES Bekenntnis zum Sozialticket für Bottrop

Fraktion bringt Ratsbeschluss im September 2008 in Erinnerung
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekennt sich zum Sozialticket für Buskunden mit geringem Einkommen und kritisiert den Zick-Zack-Kurs der SPD-Ratsfraktion. Der Rat der Stadt Bottrop habe - auf Antrag der SPD-Fraktion - am 2. September 2008 den Beschluss gefasst, sich für die Einführung eines Sozialtickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) – notfalls auch im Bottroper Alleingang – einzusetzen. Offenbar wolle die Bottroper SPD-Führung um Renate Palberg und Josef Ludes dies in Vergessenheit geraten lassen.
Ratsfrau Andrea Swoboda will die damalige Entscheidung aber am 4. Oktober 2011 im Bottroper Stadtrat in Erinnerung bringen: "Wir GRÜNEN werden die SPD-Fraktion beim Wort nehmen und die Forderung formulieren, eine praktikable kommunale Regelung zu erarbeiten. Das ist die SPD-Fraktion den sozialschwachen Menschen schon seit Jahren schuldig."
Dazu äußert Ratsherr Ulrich Schnirch, der wie Swoboda dem Lenkungskreis InnovationCity Bottrop angehört: „Ein verbundweites Ticket wäre ein wichtiger Schritt hin zur sozialen Teilhabe in der Region. Für uns GRÜNE ist es unvorstellbar, dass sich die InnovationCity Bottrop nicht am Sozialticket im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) beteiligen könnte. Ein Preisnachlass für BezieherInnen von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe gewährleistet Mobilität für mehr Bevölkerungsschichten und wirkt sich auch positiv auf die örtliche Kaufkraft aus.“ Anders als beim Sozialticket habe die SPD-Fraktion die Einführung des Handy-Parkens in der Bottroper City – gemeinsam mit der CDU – beschlossen, obwohl dieses Angebot dauerhaft voraussichtlich nicht kostenneutral sein werde. (US, August 2011)
- WAZ-Bericht "Nahverkehr Bottrop: Rat entscheidet übers Sozialticket" vom 08.08.2011 -
- WAZ-Bericht "Bottrop: SPD wünscht Sozialticket im ganzen VRR" vom 28.08.2008 -
- GRÜNE Kritik: SPD verschleppt Sozialticket-Einführung in Bottrop -
- WAZ-Bericht "Nahverkehr: VRR-Sozialticket kommt Mitte 2011" vom 27.09.2010 -
- WAZ-Bericht "NRW-Landesregierung: Das steht im rot-grünen Koalitionsvertrag" vom 06.07.2010 -
Zusatz-Info: VRR-Sozialticket Bottrop
Anspruchsberechtigte im Bottroper Stadtgebiet können im Rahmen eines Pilotprojektes des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) von November 2011 bis Dezember 2012 ein Sozialticket für 29,90 Euro erwerben. Auf Basis eines Tickets 1000 als Monatsticket im Gültigkeitsbereich der Preisstufe A besteht nach 19.00 Uhr, an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen zusätzlich die Möglichkeit zur kostenfreien Mitnahme von bis zu drei Kindern bis 14 Jahren.
Die Einführung eines VRR-Sozialtickets für Geringverdiener erfolgt unter Beteiligung eines Wirtschaftsprüfers nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit auf der Ebene der Kommunen (Beschluss im Rat der Stadt Bottrop am 4. Oktober 2011) und der Anspruchsberechtigten (kein Abo-Zwang!).
Bezieher folgender Leistungen können nach den Richtlinien „SozialTicket 2011“ des Landes NRW das VRR-Ticket erwerben:
• ALG II oder Sozialgeld nach SGB II,
• Leistungen nach SGB XII,
• Hilfe zum Lebensunterhalt nach Bundesversorgungsgesetz BVG,
• Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
• Wirtschaftliche Leistungen vom Jugendamt für junge Erwachsene,
• Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz WoGG.
Der Nachweis zur Berechtigung erfolgt in Abstimmung mit dem JobCenter "Arbeit für Bottrop" und den Fachdienststellen der Stadt Bottrop sowie dem VRR. (US, Oktober 2011)
- WAZ-Bericht "Nahverkehr Bottrop: Rat entscheidet übers Sozialticket" vom 08.08.2011 -
- WAZ-Bericht "Bottrop: SPD wünscht Sozialticket im ganzen VRR" vom 28.08.2008 -
- GRÜNE Kritik: SPD verschleppt Sozialticket-Einführung in Bottrop -
- WAZ-Bericht "Nahverkehr: VRR-Sozialticket kommt Mitte 2011" vom 27.09.2010 -
- WAZ-Bericht "NRW-Landesregierung: Das steht im rot-grünen Koalitionsvertrag" vom 06.07.2010 -
Resolution für Betuwe-Linie und Rhein-Ruhr-Express

- RVR-Forderung: Betuwe-Linie und Rhein-Ruhr-Express
RVR-Verbandsversammlung macht sich stark für baldigen Bau
Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer Sitzung am 13. Dezember 2010 einstimmig eine Resolution zum dreigleisigen Ausbau der Betuwe-Linie samt Lärmschutzmaßnahmen sowie zum Bau des Rhein-Ruhr-Expresses verabschiedet. Die Mitglieder sind sich einig, dass die Metropole Ruhr Planungs- und Finanzierungssicherheit für diese wichtigen Schienenprojekte der Region braucht.
Nach Überprüfung der Bedarfspläne des Bundes für Schienen und Straßen hat das Bundesverkehrsministerium festgestellt, dass der dreigleisige Ausbau der Betuwe-Linie von Emmerich bis Oberhausen und die begleitenden Lärmschutzmaßnahmen angeblich nicht erforderlich und nicht wirtschaftlich sei. Bis zum Jahr 2020 sind für den Rhein-Ruhr-Express keine Mittel für den Bau vorgesehen. Die RVR-Verbandspolitik befürchtet, dass dem zentralen Projekt im Schienenverkehr NRW zwischen Köln und Dortmund so der Stillstand droht.
Deshalb fordert das Ruhrparlament den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf, die vertraglichen Zusagen gegenüber dem Land NRW und der Region einzuhalten und die Finanzierung der Projekte zu sichern. Der Regionaldirektor wird die Resolution an den Bundesverkehrsminister sowie die Bundesregierung und den deutschen Bundestag weiterleiten. Die komplette Resolution kann unter www.presse.metropoleruhr.de abgerufen werden. (US, Quelle: idr Essen, Dezember 2010)
- WAZ-Bericht "NRW-Landesregierung: Das steht im rot-grünen Koalitionsvertrag" vom 06.07.2010 -
"Mitpendler.de": Bildung von Fahrgemeinschaften in Bottrop
"Bottrop.Mitpendler.de": GRÜNE begrüßen Unterstützung der Stadt Bottrop von landesweiter Aktion für mehr Fahrgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen (NRW)
Vom 25. Oktober 2010 bis 31. Oktober 2010 fand eine landesweite Aktionswoche rund um das Thema Fahrgemeinschaften statt. Auch die Stadt Bottrop beteiligte sich an dem Onlineangebot „Mitpendler.de“ und an der Aktion. Insgesamt nahmen 28 Kreise und kreisfreie Städte in NRW an der Aktionswoche teil. Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt das regionale Engagement der Stadtverwaltung.
Unter dem Motto „Mitfahren. Mitsparen. Mitpendeln“ stärkt das kostenlose Internet-Portal www.Bottrop.Mitpendler.de die Idee der Fahrgemeinschaften. Neben dem Spareffekt bei den Fahrkosten werden zudem die Straßen entlastet und neuer Parkraum entsteht. Die Umwelt wird geschont, denn mehr Fahrgemeinschaften bedeuten weniger Emissionen und Lärm sowie eine verbesserte Ökobilanz und die Vermeidung von Staus. Auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) unterstützte die Aktionswoche. Der Verkehrsverbund agiert dauerhaft als zentrale Koordinierungsstelle für das Projekt und bietet Mitpendler.de als Mobilitätsbaustein im Rahmen einer Gesamtmobilität an. Gerade im Pendlerland NRW, in dem täglich rund 3,8 Millionen Menschen auf den Straßen unterwegs sind, tragen Fahrgemeinschaften in besonderer Weise den Anforderungen an eine moderne und nachhaltige Mobilität Rechnung.
"Mitpendler.de" ist bundesweit das einzige System, welches Fahrgemeinschaft- sowie Bus und Bahn-Angebote miteinander verbindet. Als Besonderheit sind im Internetangebot „Mitpendler.de“ nämlich die Verbindungen mit dem Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) integriert. Weil Fahrgemeinschaften in der Regel nicht vor der Haustür starten, zeigt das Portal die Bus- und Bahn-Verbindung zum Treffpunkt mit den anderen Mitfahrern an. Falls keine passende Fahrgemeinschaft besteht, wird als Fahrtalternative eine Bus- und Bahnauskunft gegeben. Vorteil für die User: sie erhalten auf jede Suchanfrage immer ein Ergebnis angezeigt. Entweder als Mitfahrgelegenheit mit dem Auto oder eben mit Bus und Bahn. Interessierte Mitfahrer haben zudem die Möglichkeit, ein Gesuch aufzugeben. (US, Logo: Stadt Bottrop, Oktober 2010 - Aktualisierung November 2010)
- Mitpendler.de: „Mitfahren. Mitsparen. Mitpendeln“ in Nordrhein-Westfalen -
- WAZ-Bericht "Nahverkehr: VRR-Sozialticket kommt Mitte 2011" vom 27.09.2010 -
- WAZ-Bericht "NRW-Landesregierung: Das steht im rot-grünen Koalitionsvertrag" vom 06.07.2010 -
Ruhr-Städte: 1. Platz beim Wettbewerb „effizient mobil“

- Ulrich Schnirch setzt auf neue Impulse durch „effizient mobil“
Bottroper GRÜNE erhoffen neue Impulse vom Wettbewerbsbeitrag „Innovative Konzepte im Mobilitätsmanagement 2010“
Der stellvertretende Vorsitzende im Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss und bündnisgrüne Ratsherr, Ulrich Schnirch, freut sich über den Gewinn des bundesweiten Wettbewerbs „effizient mobil“ durch das Städtenetzwerk Ruhrgebiet, dem auch die Stadt Bottrop angehört. In der Kategorie „Kommunales Mobilitätsmanagement“ errang die Kooperation der sieben NRW-Großstädte beim Wettbewerb „Innovative Konzepte im Mobilitätsmanagement 2010“ einen mit 50.000 Euro dotierten ersten Platz. Mit diesem Investitionskostenzuschuss prämieren die Deutsche Energie-Agentur dena und das Bundesministerium für Umwelt BMU das aussichtsreichste Mobilitätsmanagementkonzept, das zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr, das Fahrrad oder zur Bildung von Fahrgemeinschaften motiviert.
Ulrich Schnirch hofft in seiner Funktion als Sprecher der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz sowie im Bau- und Verkehrsausschuss endlich auf neue Impulse für die Region: „Neben unserer Stadt Bottrop wollen die Städte Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen gemeinsam ein Mobilitätsmanagementnetzwerk aufbauen, in das perspektivisch weitere Kommunen der Region eingebunden werden können. Zielstellung ist eine Verstetigung und Bündelung von Mobilitätsmanagementaktivitäten (z. B. Erweiterung der Ökoprofit-Projekte um das Thema Mobilität oder gemeinsame Anschaffung von Pedelecs, also führerscheinfrei nutzbaren Elektrofahrrädern mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h), ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen den Städten (z. B. durch eine Arbeitsgruppe „Mobilitätsmanagement im Baugenehmigungsverfahren“), die Bündelung von Ressourcen und Investitionen gegenüber Mobilitätsanbietern (z. B. gemeinsame Jobticket-Abnahme und Carsharing-Nutzung als Großkunde) und koordinierte Kommunikations- und Marketingmaßnahmen (z. B. Informations- und Beratungsangebot für NeubürgerInnen, Vergabe eines Mobilitätspreises an vorbildliche Betriebe)."
Neben dem Netzwerk der beteiligten Großstädte sollen als zweite Säule die sechs IHKs des Ruhrgebiets jährlich eine gemeinsame Veranstaltung organisieren und für die Unternehmen der Region ein professionelles Beratungssystem aufbauen. Zielgruppen sindgrundsätzlich alle Einwohnerinnen und Einwohner, aber auch die städtischen Beschäftigten an den Verwaltungsstandorten. Damit will auch die Stadt Bottrop ihre Vorbildfunktion im Stadtgebiet gegenüber der Bevölkerung wahrnehmen. Nähere Informationen über das regionale Konzept sollen dem Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss von der Stadtverwaltung voraussichtlich in der ersten Sitzung nach der Sommerpause am 7. September 2010 vorgelegt werden. (US, Juni 2010)

- Verleihung des mit 50.000 Euro dotierten ersten Preises beim Wettbewerb „Innovative Konzepte im Mobilitätsmanagement 2010“ am 10. Juni 2010 in Berlin (Kategorie „Kommunales Mobilitätsmanagement“)
Bottroper GRÜNE unterstützen Bürgeraktion zur RuhrStadt
GRÜNE empfingen die Fahne „RuhrStadtBottrop“ vor dem Rathaus: „Bottrop ist Teil der Metropolregion Ruhrgebiet“
Bottrop wird die Herausforderungen der Zukunft nicht alleine, sondern nur als Teil der Metropole Ruhr bewältigen können. Diese Herausforderungen übersteigen die Kräfte einzelner Städte und sind mit dem traditionellen Kirchturmdenken nicht zu bewältigen. Hier muss das Ruhrgebiet als Ganzes handeln können. Daher ist eine weitere Stärkung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) als Klammer der 11 kreisfreien sowie 42 kreisangehörigen Städte in vier Landkreisen notwendig.
Dazu äußert Andrea Swoboda, Vorsitzende der GRÜNEN Ratsfraktion Bottrop und Sprecherin des GRÜNEN Bezirksverbandes Ruhr, die bei der Fahnenübergabe am 20. Mai 2010 vor dem Bottroper Rathaus anwesend war: „Ich bin eine große Freundin der kommunalen Selbstverwaltung, aber die endet an den Stadtgrenzen. Auch der kommunale ÖPNV endet dort. Eine regionale Mobilitätsplanung und Verkehrsentwicklung gibt es nicht. Eine wichtige Herausforderung für die Region Ruhr ist es jedoch, Mobilität nachhaltig zu sichern. Das Ruhrgebiet braucht somit eine eigene Regionalplanung, Mobilitätspolitik und Wirtschaftsförderung, dazu kommen noch Tourismus und Regionalmarketing. Was das Ruhrgebiet nicht braucht, das sind Diskussionsrunden von Dezernenten, die sich bei Konflikten selbst blockieren. Wir GRÜNE haben der Initiative darum unsere Unterstützung zugesichert.“ (US, Mai 2010)
- Bürgeraktion RuhrStadt: "Wir gründen Deutschlands grösste Stadt" -
Bottroper Stadtrat entscheidet pro "Sozialticket"
Nach dem Willen des Stadtrates wird sich die Stadt Bottrop innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) für die Einführung eines "Sozialtickes" einsetzen. Diesen Beschluss fasste der Rat der Stadt Bottrop mit Mehrheit am 2. September 2008. Die Stadt Bottrop soll nun in der VRR-Verbandversammlung einen entsprechenden Antrag stellen. Da voraussichtlich auch andere VRR-Städte einen solchen Antrag stellen werden, verspricht sich der Bottroper Stadtrat gute Aussichten auf Erfolg.
"Profitieren vom neuen Ticket sollen vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen wie Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfeempfänger oder Geringverdiener", erläutert die Stadt Bottrop in einer Pressemitteilung. Finde der Antrag keine VRR-Mehrheit, werde sich die Stadt Bottrop für eine Änderung des Tarifrechts einsetzen, um im Stadtgebiet ein entsprechendes Ticket einführen zu können. Dann werde eine lokale Regelung zum Tragen kommen, die die Verwaltung für die Haushaltsberatungen vorlegen soll. Dieses Vorgehen wird von der GRÜNEN Ratsfraktion bereits seit Jahren gefordert. Begründet wird der Beschluss - analog zur bündnisgrünen Forderung - mit der "Gewährleistung der Mobilität für alle Schichten der Bevölkerung", die zur Teilhabe am Arbeitsmarkt und am sozialen und kulturellen Leben notwendig ist. Angesichts der gestiegenen Preise können sich Menschen mit niedrigem Einkommen, diese Mobilität häufig leider nicht mehr leisten. (US, Textbasis: Offizielle Pressemitteilung der Stadt Bottrop vom 3. September 2008, Logo: Stadt Bottrop, September 2008)
- GRÜNE Kritik: SPD verschleppt Sozialticket-Einführung in Bottrop -
- WAZ-Bericht "Nahverkehr: VRR-Sozialticket kommt Mitte 2011" vom 27.09.2010 -
- WAZ-Bericht "NRW-Landesregierung: Das steht im rot-grünen Koalitionsvertrag" vom 06.07.2010 -
Votum SPD & CDU: SB 29 darf nicht am Hbf halten

- Ulrich Schnirch
Gelsenkirchen stellt Schnellbus auf Prüfstand
Der StädteSchnellBus SB 29 darf nach dem mehrheitlichen Beschluss von SPD und CDU im Bau- und Verkehrsausschuss auch bis zum Jahr 2009 nicht am Bottroper Hauptbahnhof und am Südring-Center halten. Erst dann soll die Fortschreibung des Nahverkehrsplans neu überprüft und ggf. weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt sich dagegen beispielhaft die Frage, wie ernst es die Stadt Bottrop tatsächlich mit der Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs nimmt.
"Die Stadt Gelsenkirchen hat jüngst angekündigt, den seit Juni 1987 zwischen dem Bottroper ZOB und dem Gelsenkirchener Hbf verkehrenden SchnellBus 29 bald komplett auf den Prüfstand zu stellen", spricht sich Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Sprecher im Bau- und Verkehrsausschuss und in der städtischen Projektgruppe Fortschreibung des Nahverkehrsplans für eine weitere (kurzfristige) Stärkung der direkten Zentrenverbindung aus. Bereits bei der Erstellung des Nahverkehrsplans Bottrop vor fünf Jahren hatte sich Schnirch erfolgreich gegen eine Abstufung der SB 29 zum Schulbus engagiert. "Entgegen der damaligen Darstellungen bestätigten offizielle Fahrgastzählungen eine gute Nutzung des SchnellBusses 29", erinnert sich Schnirch an den damaligen Erfolg.
"Im Beteiligungsverfahren hat sich auch die Busverkehr Rheinland (BVR) GmbH, die Betreiberin der Buslinie SB 29, für einen Halt am Bottroper Hauptbahnhof ausgesprochen", kritisiert Schnirch die Weigerung der (informellen) Großen Koalition aus SPD und CDU gegenüber der vorgeschlagenen Optimierung des Busangebotes im Bottroper Süden. "Bei einer Reaktivierung der ehemaligen Bushaltestelle vor "ABC-Schuhe" könnten das Südring-Center und der Hauptbahnhof probeweise sogar kostenneutral durch den SB 29 angebunden werden", verweist Schnirch auf ein ähnliches Vorgehen bei der Ringbuslinie zum Fahrplanwechsel am 20. August 2007. (US, Februar 2007 - Aktualisierung August 2007)
- DerWesten.de-Bericht "Zusammengepresst wie die Ölsardinen" vom 03.04.2008 -
- Stadt Bottrop: "Neue Haltestellen für 1,3 Millionen Euro" vom 11.01.2010 -
VRR-Kürzungen: Ausschuss gegen Taktausdünnung

- Ulrich Schnirch
Der Bau- und Verkehrsausschuss hat sich gegen Taktausdünnungen im Bottroper Nahverkehr, zum Beispiel bei der RegionalBahn RB 44 auf dem Abschnitt Bottrop - Oberhausen, ausgesprochen.
Damit wurde der Verwaltungsvorschlag zurückgewiesen, die VRR-Pläne in Form einer Taktreduzierung vom heutigen 30-Minuten-Takt auf einen 60-Minuten-Takt zu akzeptieren. Die Verwaltung wollte der Taktausdünnung zustimmen, wenn "die Linie im zukünftigen Stundentakt bis Duisburg Hbf verlängert und die Anschlüsse zum Regional- und Fernverkehrsnetz an den Bahnhöfen Oberhausen und Duisburg sichergestellt werden" (Zitat Beschlussvorlage).
Daneben wird auch eine teilweise Einstellung des stündlichen Zugverkehrs der RB 43 zwischen Dorsten und Wanne-Eickel abgelehnt. Außerdem wird der VRR nun nicht "gebeten", sondern "aufgefordert", bei der weiteren Behandlung derartiger Verkehrskonzepte eine zeitnahe Beratung in den politischen Gremien der Stadt Bottrop sicherzustellen. Damit wurden wesentliche Anregungen der bündnisgrünen Ratsfraktion berücksichtigt. Ohne die vorgenommenen Änderungen hätten wir dem "butterweichen" Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht zugestimmt.
Zur berechtigten Kritik am praktizierten VRR-Vorgehen gehört allerdings auch der Hinweis, dass – nach Angaben der Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen – sowohl die schwarz-gelbe Landesregierung als auch die SPD-Landtagsfraktion im Rahmen der NRW-Haushaltsberatungen den (bündnisgrünen) Antrag abgelehnt haben, die Kürzung der Regionalisierungsmittel für den Nahverkehr aus dem Landeshaushalt auszugleichen. Die CDU-geführten Bundesländer Hessen und Schleswig-Holstein handeln hier anders und gleichen die Kürzungen aus den gestiegenen Steuermehreinnahmen bzw. der Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. Hier wäre unter anderem ein wahrnehmbares Engagement der Bottroper Landtagsabgeordneten zu wünschen, um den drohenden Wegfall ganzer Verkehrsbeziehungen im Bottroper Stadtgebiet zu verhindern. (US, Mai 2007)
Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Sprecher im Bau- und Verkehrsausschuss.




















