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GRÜNE NRW-Spitzenpolitikerin "vor Ort" in Bottrop

Sylvia Löhrmann "vor Ort"

Sylvia Löhrmann zu Gast im Bottroper Frauenzentrum Courage

Am 15. April 2012 besuchte die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung Sylvia Löhrmann das Frauenzentrum Courage in Bottrop.

Die Einrichtung wird durch den Verein „Frauenzentrum Courage, Treffpunkt, Beratung und Hilfe für Frauen e.V.“ getragen. Der Verein hält ein vielfältiges und professionelles Angebot für Frauen aus allen Kulturkreisen in vielen Lebenslagen bereit. Das Frauenzentrum ist das einzige autonome Frauenprojekt in Bottrop und wird durch das Land NRW gefördert. Bei einer Besichtigung der Räumlichkeiten an der Essener Straße verschaffte sich Sylvia Löhrmann, die GRÜNE NRW-Spitzenpolitikerin, einen Eindruck von der Arbeit "vor Ort". (US, April 2012)


- WAZ-Beitrag "Das Frauenzentrum Courage ist Gold wert ..." vom 15.04.2012 -

Bottroper GRÜNE mit NRW-Spitzenpolitikerin Sylvia Löhrmann in der Bottroper City am 15. April 2012

 

 

GRÜNE JUGEND Bottrop: Aktion zum Weltfrauentag 2012

Die GRÜNE JUGEND Bottrop hat zum Internationalen Frauentag am 8. März 2012 einen Infostand zum Thema „Frau und Gesellschaft“ durchgeführt.

Alle interessierten BottroperInnen konnten zwischen 15 und 18 Uhr, erläutern Vorstandssprecherin Julia Rüdel und Vorstandssprecher Luca Schulze, am Stand am ehemaligen Mensing-Brunnen (Hansastraße/Am Pferdemarkt) vorbeischauen. Neben Informationen gab es auch eine kleine Mitmachaktion. (US, März 2012)


Sommermärchen: WM-Titel nach Atomkatastrophen

… und GRÜNE Mitglieder in Bottrop waren dabei!

Im Juni und Juli 2011 fand in Deutschland die Frauenfußball-Weltmeisterschaft statt. Auch Nordrhein-Westfalen war mit den drei Spielorten Leverkusen, Bochum und Mönchengladbach vertreten. Die Chancen für die deutschen Frauen standen eigentlich gut. Als Welt- und Europameisterinnen gehörten sie im eigenen Land zum Favoritinnenkreis auf den WM-Titel. Aber nach den Atomkatastrophen von Fukushima war der neue Frauenfußball-Weltmeister Japan bereits im Viertelfinale nicht zu bezwingen.

Das frühe Ausscheiden der deutschen Frauen stand einem fröhlichen, fairen und friedvollen Fußballfest jedoch nicht im Wege. Auch unter den GRÜNEN Mitgliedern in Bottrop gab es wieder viele begeisterte Sport- und insbesondere Fußballfans. Oder auch solche, die einfach gerne in einer fröhlichen Gruppe beisammen sind ... Deshalb waren wieder alle Interessierten herzlich zur Teilnahme eingeladen. Motto: „Wir sind dabei! Du auch ...? Wir freuen uns auf Dich“. Und auch wenn es im Jahr 2011 nicht richtig gut lief, werden zukünftig sicher weitere Spiele gemeinsam angeschaut. Weitere Infos bekommen Interessierte hierzu bei Melanie Fraas und Andrea Swoboda. (US, Juli 2011)



GRÜNE im Bottroper Rat sagen JA: EU-Charta für die Gleichstellung von Männern und Frauen auf lokaler Ebene

Der Aufsichtsrat der InnovationCity Bottrop Managementgesellschaft (Foto: Stadt Bottrop, 27. Januar 2011)


Gleichstellung in Bottrop: Aufruf zur Mitarbeit – per Flyer

Die Themenfelder Familie, Bildung, Beruf und Sicherheit/Gewalt stehen im Mittelpunkt des Gleichstellungs-Aktionsplans der Stadt Bottrop

VertreterInnen aus Verwaltung, Vereinen, Verbänden, Beratungsstellen und Politik, darunter auch die bündnisgrüne Ratsfrau und Fraktionsvorsitzende Andrea Swoboda, haben sich am 24. Juni 2010 im Bottroper Saalbau getroffen, um gemeinsam Themenfelder für den ersten Bottroper Gleichstellungs-Aktionsplan zu erarbeiten. Oberbürgermeister Tischler begrüßte die TeilnehmerInnen und meinte, sich freuen zu können, dass durch eine große Beteiligung der Aktionsplan auf eine breite Basis gestellt wird. Organisiert hatte die Veranstaltung die Gleichstellungsstelle der Stadt Bottrop.

Wichtigste Aufgabe der ganztägigen Veranstaltung war, sich auf Handlungsfelder zu verständigen, die in Zukunft in Bezug auf den Gleichstellungs-Aktionsplan abgearbeitet werden sollen. Nach lebhaften Diskussionen fiel die Entscheidung auf die Themenfelder Familie, Bildung, Beruf und Sicherheit/Gewalt. Dazu wurden Arbeitsgruppen gebildet, die einzelne Teilmaßnahmen zur Gleichstellung erarbeiten wollen. Die Ergebnisse werden dann zu einem Gleichstellungs-Aktionsplan zusammengefasst.

Der Plan soll Anfang 2011 im Rat der Stadt Bottrop verabschiedet und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Hintergrund des Projekts ist, dass sich der Rat der Stadt Bottrop im Mai 2009 entschieden hatte, der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beizutreten. Mit der Unterzeichnung der Charta im Juni 2009 ging die Stadt dann die Verpflichtung ein, einen Aktionsplan zu erstellen. Im Rahmen der Veranstaltung am 24. Juni 2010 wurde ein Flyer zum Gleichstellungs-Aktionsplan vorgestellt: Damit sollen auch EinwohnerInnen die Möglichkeit haben, Ideen und Anregungen für den Aktionsplan einzubringen. Der Flyer liegt aus in der Bottroper Gleichstellungsstelle an der Moltekestraße 14 – 16 in der Bottroper-Innenstadt, im Bottroper Bürgerbüro und im Stadtinfobüro an der Osterfelder Straße 13 in der Bottroper City. Daneben kann der Flyer im Internet abgerufen werden. (US, Juni 2010 - Aktualisierung Juli 2010, Logo: Stadt Bottrop)

 

- Geschäftsstelle „Gleichstellungs-Aktionsplan Bottrop“ -

- Frauen-Arbeits-Gemeinschaft-Emscher-Lippe – FAGEL -

 


Frauenarmut bekämpfen: Lasst die Frauen nicht hängen!

Landtagskandidat Roger Köllner kämpft gegen Frauenarmut

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März setzten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bottrop ein deutliches Zeichen gegen Frauenarmut

Frauen sind besonders von Armut betroffen. Als Alleinerziehende, als Geringverdienerinnen, als Partnerinnen, die sich immer noch viel zu oft für die Karriere ihres männlichen Partners aufopfern, sich um die gemeinsamen Kinder kümmern – und dann mit leeren Händen dastehen, wenn die Partnerschaft in die Brüche geht. Beim Internationalen Frauentag am 8. März haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf den gesellschaftlichen Missstand der Frauenarmut aufmerksam gemacht.


Dazu erklärt Roger Köllner, GRÜNER Direktkandidat für die Landtagswahl 2010: „Wir brauchen endlich eine eigenständige Existenzsicherung für Frauen, unabhängig vom Familienstand oder auch Partnereinkommen. Außerdem müssen für Frauen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Das gilt vor allem für die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern. Dazu braucht es ausreichend Kinderbetreuungsplätze und ein umfassendes Ganztagsschulangebot, wobei die Qualität stimmen und so sein muss, dass frau ihr Kind auch dorthin geben kann und will. Dafür sind mehr und noch besser qualifizierte Betreuerinnen und Betreuer im Bildungsbereich nötig. Außerdem brauchen wir einen Mindestlohn von 7,50 Euro, damit alle von ihrer Arbeit auch leben können. Nötig ist zudem die Einführung des GRÜNEN Progressiv-Modells, bei dem die Sozialbeiträge für Geringverdiener gesenkt werden und gestaffelt erst ab 2.000 Euro voll greifen. Auch muss der Hartz-IV-Satz auf 420 Euro erhöht werden. Allerdings geht die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung gegenwärtig genau in die entgegen gesetzte Richtung: Für die Steuergeschenke an einige Besserverdienende dürfen jetzt die Kommunen bluten, müssen Turnhallen, Schwimmbäder und Bibliotheken eingeschränkt oder sogar geschlossen werden. Völlig offen ist deshalb jetzt, wie die Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab 2013 realisieren sollen.“

GRÜNE Aktion zum Internationalen Frauentag: „Frauenarmut wirksam bekämpfen“

Die Bedingungen für Frauen müssen verbessert werden, damit Frauenarmut wirksam bekämpft werden kann. Darauf machten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hier und an vielen anderen Orten in Deutschland zum Internationalen Frauentag 2010 mit einer Wäscheleinen-Aktion unter dem Motto „Lasst die Frauen nicht hängen!“ mit Roger Köllner, Bottroper Kreisverbandssprecher und Direktkandidat für die Landtagswahl, am ehemaligen Mensing-Brunnen in der Bottroper Innenstadt aufmerksam. (US, März 2010 - Aktualisierung März 2011)

- Verein Frauenzentrum Courage - Treffpunkt, Beratung und Hilfe für Frauen e. V. -


Mitgestaltung: GRÜNE erwarten Aufruf zur EU-Charta

Fraktionssprecherin Andrea Swoboda

Andrea Swoboda: „Gleichstellung von Mann und Frau ist Grundrecht“

Mit der Unterzeichnung der „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ (www.rgre.de) erklärt die Stadt Bottrop, durch die Erarbeitung eines konkreten Gleichstellungs-Aktionsplans die Gleichstellung von Frauen und Männern gezielt voran zu treiben.

 

Andrea Swoboda, Bottroper Fraktionssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, stellt zur Verabschiedung der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf der lokalen Ebene in der Ratssitzung am 5. Mai 2009 fest: "Ich freue mich sehr über die klare Positionierung unserer Stadt hinsichtlich der Gleichberechtigung der Geschlechter. Nun geht es um die zügige Erarbeitung eines Gleichstellungs-Aktionsplans für Bottrop". In der Ratssitzung am 5. Mai 2009 wurde einstimmig die EU-Charta für die Gleichstellung von Männern und Frauen auf lokaler Eben beschlossen. „Für mein Empfinden viel dieser Beschluss viel zu leise aus. Weder der Oberbürgermeister (SPD), noch die Gleichstellungsbeauftragte oder gar die Fraktionen haben sich an einer Debatte und Aussprache zu diesem Thema beteiligt“, kritisiert Swoboda, die für die GRÜNEN in der Ratssitzung klar Stellung bezogen hat.

 

Swoboda wand sich in ihrer Rede ganz gezielt an den Oberbürgermeister: „Was für Sie persönlich, Herr Oberbürgermeister Noetzel, mit Ihrer Unterschrift ein kleiner Schritt ist, ist für unsere Stadt mit ihren Männern und Frauen ein großer Schritt in eine moderne Zukunft. Eine Zukunft, die sich aktiv einer Gleichstellung von Männern und Frauen verschreibt und damit anerkennt: Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundrecht.“ Im Verlauf der Rede bot Swoboda dem Oberbürgermeister aus gutem Grund die Mithilfe der GRÜNEN an: „Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bieten Ihnen, Herrn Oberbürgermeister, bzw. Ihrem Nachfolger oder auch sehr gerne Ihrer Nachfolgerin bei der Entwicklung des Gleichstellungs-Aktionsplanes unsere Hilfe an. Denn gerade wir GRÜNEN haben in unseren Grundsätzen die Gleichstellung von Männern und Frauen von Anfang an verankert und geben dieser mit einem sog. Frauenstatut und einer Quote, so wie es die Europäische Charta formuliert, Ausdruck.“

 

Mit dem noch zu erarbeitende Aktionsplan sollte die Stadt Bottrop die Gleichberechtigung der Geschlechter vor Ort zielgruppengenau, d. h. orientiert an den Belangen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in den unterschiedlichsten Themenfeldern vorantreiben. "Die Verwaltung muss großen Wert darauf legen, die Kooperationspartner bzw. -partnerinnen aus so vielen Institutionen wie möglich und insbesondere eine möglichst breite Frauenöffentlichkeit in die Konzeptentwicklung einzubeziehen“, fordert Andrea Swoboda.

Das ambitionierte Vorhaben kann in Bottrop nur gute Erfolgsaussichten haben, wenn man auf wichtige Vorarbeiten zurückgreift: Frauengruppen, frauenrelevante Einrichtungen, Parteien, Gewerkschaften und interessierte Bottroperinnen mit und ohne Migrationshintergrund sollten von der Gleichstellungsstelle gezielt angesprochen werden, um ihre Mitarbeit und Unterstützung bei der Erarbeitung eines Gleichstellungs-Aktionsplans für Bottrop zu erhalten. Swoboda schlägt deshalb vor: „Um möglichst viele Bottroper einerseits und relevante Institutionen und Organisationen andererseits an der Erarbeitung dieses Gleichstellungs-Aktionsplans zu beteiligen, sollte das Referat für Gleichstellung und Frauenbelange der Stadt Bottroper Frauenforen zu verschiedenen Themen organisieren mit einer angemessenen Auftaktveranstaltung.“ (US, Mai 2009)

- Zusatinformation: Original-Ratsrede zur EU-Frauen-Charta vom 5. Mai 2009 -


Zusatinformation: Ratsrede zur EU-Frauen-Charta

GRÜNE Ratsfrau Andrea Swoboda

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Noetzel,
sehr geehrte Damen und Herren,

was für Sie persönlich, Herr Oberbürgermeister Noetzel, mit Ihrer Unterschrift heute ein kleiner Schritt ist, ist für unsere Stadt Bottrop mit ihren Männern und Frauen ein großer Schritt in eine moderne Zukunft. Eine Zukunft, die sich aktiv einer Gleichstellung von Männern und Frauen verschreibt und damit anerkennt: Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundrecht. Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gratulieren Ihnen, Herrn Oberbürgermeister, und noch mehr gratulieren wir unserer Stadt Bottrop zu diesem Schritt.

Doch bei aller Freude am heutigen Tag, müssen wir uns die Frage schon heute stellen: Wann beginnt diese Zukunft? Die Charta selber spricht von einem „zumutbaren Zeitraum“ und definiert ihn mit „nicht mehr als zwei Jahren“ ab Unterzeichnungsdatum, an dem ein Gleichstellungs-Aktionsplan entwickelt, angenommen und umgesetzt wird.

Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bieten Ihnen, Herrn Oberbürgermeister Noetzel bzw. Ihrem Nachfolger oder auch sehr gerne Ihrer Nachfolgerin bei der Entwicklung des Gleichstellungs-Aktionsplanes unsere Hilfe an.

Denn gerade wir GRÜNEN haben in unseren Grundsätzen die Gleichstellung von Männern und Frauen von Anfang an verankert und geben dieser mit einem sog. Frauenstatut und einer Quote, so wie es die Europäische Charta formuliert, Ausdruck. Wir GRÜNEN gehen davon aus, dass unsere Anträge und Initiativen zur Geschlechtergerechtigkeit ab heute mehr Gehör finden werden. Ich erinnere an unseren Antrag zu einem gendergerechten Haushalt und an die jüngste Initiative zum sog. Girls´ Day, der immer am 23. April stattfindet.

Wir haben Ihnen, Herr Oberbürgermeister, einen offenen Brief geschrieben und Sie um mehr Engagement von Seiten der Stadtverwaltung an diesem Tag für die nächsten Jahre gebeten. Der Girls´ Day ist ein Aktionstag im Jahr, der speziell Mädchen und Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe motivieren soll. Doch auch Jungen orientieren sich häufig eindimensional, ohne das volle Berufswahlspektrum zu beachten. Für sie gibt es das Bundesprojekt "Neue Wege für Jungs", den sog. Boy´s Day.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister - und liebe Kollegen und Kolleginnen, „Papier ist geduldig“, so sagt der Volksmund. Und wenn ich mich zum Beispiel an den Ratsbeschluss zur fahrradfreundlichen Stadt im Jahr 2002 erinnere oder an die Selbstverpflichtung unseres Oberbürgermeisters zum nachhaltigen Flächenmanagement, dann muss ich leider feststellen, der Volksmund hat oft genug Recht. Die Europäische Charta der Gleichstellung von Männern und Frauen auf lokaler Ebene darf dieses Schicksal, vergessen und verdrängt zu werden, nicht ereilen. Und dafür stehen Sie, Herr Oberbürgermeister, mit Ihrem Namen, und dafür stehen insbesondere wir GRÜNEN weiterhin ein! Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“ (US, Original-Ratsrede der Bottroper Fraktionssprecherin Andrea Swoboda vom 5. Mai 2009)


Lohngleichheit: Betreuung könnte Lücke schmälern

Im Jahr 2006 verdienten Frauen je Stunde durchschnittlich 28 Prozent weniger als Männer. Das liegt nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter anderem an der Berufswahl, der Qualifikation und den Branchen, in denen sie tätig sind. Aber auch wenn diese Unterschiede herausgerechnet werden, herrscht kein Gleichstand zwischen den Geschlechtern, hat das IW festgestellt.

 

Wenn etwa vollzeitbeschäftigte Frauen wegen der Kinder dem Beruf länger fernbleiben, macht sich das im Salär ebenfalls schmerzlich bemerkbar. So beträgt die Lohndifferenz zu den Männern nach einer Berufspause von mehr als drei Jahren 14 Prozent. Bei Vollzeit arbeitenden Frauen, die zwischen einem und drei Jahren nicht erwerbstätig waren, sind es 10 Prozent. Am geringsten ist der Lohnabstand mit 6 Prozent bei jenen vollzeitbeschäftigten Frauen, die dem Arbeitsmarkt weniger als ein Jahr nicht zur Verfügung standen.

 

Nicht immer ist es aber den Müttern möglich, nach der Geburt ihres Kindes schnell wieder in den Beruf zurückzukehren. Nicht zuletzt fehlt es an Kinderbetreuungsmöglichkeiten. So könnten der Ausbau von Ganztagsschulen sowie ein größeres Betreuungsangebot für Klein- und Kleinstkinder dazu beitragen, den Lohnabstand zwischen Männern und Frauen deutlich zu verringern. Derzeit stehen in Westdeutschland lediglich für 7 Prozent der Kinder unter drei Jahren Tagesbetreuungsangebote bereit; in Ostdeutschland sind knapp 40 Prozent der Kleinsten versorgt. (US, Mai 2008)

 

- Weitere Ergebnisse der IW-Studie zu Frauen- und Männerverdiensten 2006 (Mai 2008, pdf-Datei) -

- "IW-Trends" 02/2008: "Gender Wage Gap und Familienpolitik" (Mai 2008, pdf-Datei) -

- NRZ-Bericht "Für Frauen 22 Prozent weniger Gehalt - Laut EU sind die Unterschiede bei der Bezahlung in Deutschland so groß wie in kaum einem anderen Land der Union" vom 09.06.2008 -

- WE-Bericht "Frauen verdienen in Deutschland deutlich weniger - Die Lohnkluft in Deutschland ist deutlich größer als in fast allen anderen EU-Staaten" vom 09.06.2008 -

- DREI WAZ-FRAGEN AN ... Reinhard Thater (Bottroper DGB-Vorsitzender) zur Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern -

- Verein Frauenzentrum Courage - Treffpunkt, Beratung und Hilfe für Frauen e. V. (einziges autonomes Frauenprojekt in Bottrop) -


ALG I oder ALG II? Infos zur selbstständigen Existenz

Das StarterCenter NRW Emscher-Lippe (EL) in der Bottroper Stadtmitte  bietet kostenlose Orientierungsveranstaltungen für die örtlichen BezieherInnen von Arbeitslosengeld (ALG) I und II an. Arbeitslose, die eine selbstständige Existenz anstreben, können hier "vor Ort" außerdem individuelle Beratung und verschiedene Förderungen erhalten.

 

In den Seminaren gibt es Informationen zu Voraussetzungen, Planungsschritten, finanziellen Fördermöglichkeiten und zu den Rechten und Pflichten, die Jungunternehmen erfüllen müssen. Auch die Chancen und Risiken einer Selbstständigkeit werden behandelt und die TeilnehmerInnen erfahren, wo es Beratungsstellen, weiter führende Veranstaltungen und begleitende Hilfen gibt. In jeder Orientierungsveranstaltung gibt es einen Überblick über die Gründungsförderung der Agentur für Arbeit für ALG-I-BezieherInnen (Gründungszuschuss) und über die Leistungen der Arbeitsgemeinschaft "Arbeit für Bottrop" für ALG-II-BezieherInnen (Einstiegsgeld).

 

Eine Anmeldung für die kostenlosen Seminare ist - nach Angaben der Stadt Bottrop - grundsätzlich nicht erforderlich. Die Zahl der Plätze ist zwar begrenzt, die Zahl der Interessierten liegt im Regelfall aber auch nur bei etwa 10 Personen. Das StarterCenter NRW EL befindet sich an der Kirchhellener Straße 12 in der Bottroper Innenstadt (direkt neben der "Alten Börse"). Außerdem sind die MitarbeiterInnen des Bottroper StarterCenters bei allen Fragen und Problemen rund um die Existenzgründung unter Tel. (02041) 70-47 84 bzw. Tel. (02041) 70-47 85, Fax (02041) 70-47 89 und E-Mail StarterCenter(at)Bottrop.de zu erreichen. Der StarterCenter-Leiter Jürgen Heidtmann ist unter Tel. (02041) 70-47 80 errreichbar. Außerhalb der Öffnungszeiten ist regelmäßig ein Anrufbeantworter geschaltet. Ein Rückruf wird garantiert. (US, Mai 2008 - Aktualisierung Juni 2008, Logo: Stadt Bottrop)

 

- Das StarterCenter NRW Emscher-Lippe in Bottrop (Überblick) -

- WAZ-Bericht "Mittelstandmesse ´b2d – Business to Dialog´ in der Veltins-Arena Gelsenkirchen: Forum für Regionale Geschäftskontakte" vom 15.06.2008 -


GRÜNE im Bundestag: Frauenquote für Aufsichtsräte

Renate Künast

Die GRÜNEN im Deutschen Bundestag haben einen Antrag zur Änderung des Aktiengesetzes eingebracht, der eine Frauenquote von 40 Prozent für Aufsichtsräte in Deutschland vorsieht. Dies berichtet die Zeitschrift "WirtschaftsWoche" in der Ausgabe 20/2007.

 

Wie Fraktionssprecherin Renate Künast in der "WirtschaftsWoche" erläutert, habe die bündnisgrüne Bundestagsfraktion einem Antrag zugestimmt, der sich an einem ähnlichen Gesetz in Norwegen orientiert. Bis zum Jahresende 2007 müssen in Norwegen 40 Prozent der Aufsichtsratsposten von Frauen besetzt sein. Aktuell liegen die Skandinavier mit einem Frauenanteil von 32 Prozent europaweit an der Spitze.

 

In Deutschland liegt der Frauenanteil im höchsten Kontrollgremium der 50 größten börsennotierten Unternehmen dagegen nur bei elf Prozent - und damit im europäischen Durchschnitt. Die GRÜNEN fordern, dass Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften bis zum Jahr 2012 mindestens zu 40 Prozent von Frauen besetzt sein müssen. Die Regelung soll im Aktiengesetz verankert und mit Sanktionen bis hin zum Verlust der Börsennotierung flankiert werden. (US, Mai 2007)

 

- Aktuelles vom Bottroper Frauenzentrum Courage (Treffpunkt, Beratung und Hilfe für Frauen an der Essener Straße 13 in Bottrop-Stadtmitte) -


Zitat - Zur Besetzung von Aufsichtsräten

"Bisher wechseln die zumeist männlichen Vorstandschefs auf die Posten des Aufsichtsratschefs - das behindert Innovation und Gleichstellung von Frauen in Unternehmen."

 

(Renate Künast, bündnisgrüne Fraktionssprecherin im Deutschen Bundestag, Mai 2007)


Frauentag: Lohngleichheit für Frauen und Männer

Kampf für Frauenrechte: Sprecherin Andrea Swoboda, Ratsfrau Sigrid Behrendt

Seit rund einhundert Jahren kämpfen die Frauen am Internationalen Frauentag für ihre Rechte. Seit dem Jahr 1921 ist es der 8. März. Ein wesentlicher Bereich, in dem Frauen gegenüber Männern immer noch stark benachteiligt werden, liegt in der Arbeitswelt. Es ist die Frage der Entlohnung. Eigentlich sollte doch für dieselbe Arbeit in demselben Betrieb - egal ob bei Frau oder Mann - auch derselbe Lohn oder dasselbe Gehalt gezahlt werden. Das ist jedoch eine Fehlannahme!

 

Die GRÜNEN haben deshalb den Internationalen Frauentag 2007 zum Anlass genommen, auf die immer noch existierenden Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen näher einzugehen, diese wenig diskutierte Tatsache öffentlich zu machen, nach ihren Ursachen zu fragen und hieraus Forderungen abzuleiten, wie zukünftig Lohndiskriminierung bekämpft werden kann.

 

Dass die Wahl ausgerechnet auf dieses Thema fiel, ist kein Zufall. Denn vor genau 50 Jahren wurde das Recht auf Lohngleichheit in den so genannten Römischen Verträgen festgeschrieben, mit denen die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet wurde. Auch deutsche Unternehmen halten sich jedoch nicht daran. Umso wichtiger ist es, dass wir Lohndiskriminierung immer wieder zum Thema machen!

 

Die bündnisgrüne Bundestagsfraktion hat übrigens zuletzt im Februar 2006 in einem unfassenden Antrag zur Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt die Bundesregierung aufgefordert, "durch eine Anpassung des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst im Wirkungsbereich des Bundes die noch bestehenden geschlechtsspezifischen Entgeltunterschiede abzubauen". (US, März 2007)

 

- Aktuelles vom Bottroper Frauenzentrum Courage (Treffpunkt, Beratung und Hilfe für Frauen an der Essener Straße 13 in Bottrop-Stadtmitte) -


SERIE "FRAUEN, DIE SICH TRAUEN" der WAZ Bottrop
(seit März 2008):

- WAZ-Bericht "Chance im Netz" vom 26. März 2008 (Reise-Vermittlung übers Internet)

- WAZ-Bericht "Ein zweites Bein fürs Fräulein" vom 28. März 2008 (Kindermoden "Fräulein Pfefferstielzchen")

- WAZ-Bericht "Drei neue Ks gefragt" vom 2. April 2008 (Netzwerk Aktive Unternehmerinnen, regional ausgerichtet - Aura)

- WAZ-Bericht "Wege aus dem Chaos" vom 8. April 2008 (Bürosortierdienst Herlfterkamp) -

- WAZ-Bericht "SIE auf die Idee bringen" vom 9. April 2008 (Kompetenznetzwerk Innovation Chancengleichheit - KIC) -

- WAZ-Bericht "Wo der Typ zählt" vom 16. April 2008 (Boutique „Farbpalette” für Damenoberbekleidung) -

- WAZ-Bericht "Das Flair will sie mitnehmen" vom 28. April 2008 (Bio-Supermarkt von Barbara Bukes an der Prosperstraße) -

- WAZ-Bericht "Marktlücken und Service" vom 3. Juni 2008 (Buchhandlung Elosge in Bottrop-Boy) -

- WAZ-Bericht "Sprache ist das Wichtigste" vom 10. Juli 2008 (Sprachtherapeutische Praxis Fröhlich an der Lindhorststraße) -

- WAZ-Bericht "Eintauchen in eine andere Welt" vom 6. November 2008 (Ausrichtung von Kindergeburtstagen) -


Gender Budgeting: Geschlechtergerechter Haushalt

"Medizin" für den Stadt-Haushalt kommender Jahre

Vor dem Hintergrund immer neuer und zum Teil sehr weitreichender Kürzungen im städtischen Haushalt wird es umso wichtiger, einen geschlechtssensiblen und -gerechten Haushalt aufzustellen. Ohne analytische Fähigkeiten lässt sich im Plan zur Haushaltssanierung 2006 - 2017 ablesen, dass davon überproportional Frauen betroffen sein werden.

 

Angefangen mit der Schließung der Regionalstelle Frau und Beruf bis hin zur vorgeschlagenen Streichung des Zuschusses der Schwangerenkonfliktberatung evanglischer Kirchengemeinden. Dazu kommen die nicht unmittelbar erkennbaren Auswirkungen von Kürzungen. Auch in der Personalentwicklung setzt sich der Eindruck weiter fort, dass hier überwiegend Frauen betroffen sind. 16 Einsparungen bei einer 0,5-Stelle, das alleine sind schon 37 Prozent der geplanten Maßnahmen. Und erfahrungsgemäß sind dies von Frauen besetzte Stellen.

 

Unter dem Begriff "Gender Budgeting" wird allgemein die geschlechtsdifferenzierte Analyse der öffentlichen Haushalte verstanden. Mit Hilfe des Gender Budgeting können die unterschiedlichen Auswirkungen der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben auf Frauen und Männer im Allgemeinen und auf nach sozialen und wirtschaftlichen Lebenslagen zu unterscheidende Gruppen von Frauen und von Männern im Besonderen ermittelt werden. So lassen sich unter anderem die Auswirkungen auf Geschlechterverhältnisse offen legen, die Prioritätensetzung verändern und die Finanzmittel umverteilen, um einen gerechten Haushalt aufzustellen. Gender Budgeting setzt insofern konsequent die Strategie des Gender Mainstreaming im Bereich der Haushaltspolitik um. (US, August 2006)

 

- Verein Frauenzentrum Courage - Treffpunkt, Beratung und Hilfe für Frauen e. V. (einziges autonomes Frauenprojekt in Bottrop) -

- WAZ-Bericht "Ein Ratgeber nicht nur für Frauen - Gleichstellungstelle gibt Neuauflage heraus" vom 05.09.2008 -