GRÜNE Themen

Ratsfrau Sigrid Lange: Umstrukturierung des Referates Migration muss in Kooperation mit dem Integrationsrat vollzogen werden – nicht an ihm vorbei!
Sigrid Lange, bündnisgrüne Ratsfrau und Mitglied des Bottroper Integrationsrates: „Der Integrationsrat und die PolitikerInnen sind bisher in keiner Weise in die Umstrukturierung des Referates Migration mit einbezogen worden. Fest steht: Der Förderbescheid „Soziale Stadt“ liegt der Stadt Bottrop seit November 2008 vor und erst jetzt – im Juni 2010 - werden aufgrund eines Antrages von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der DKP zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses die Konsequenzen dieser geänderten Förderrichtlinien vorgestellt. Das ist unzulänglich und nicht hinzunehmen. Dass wir in Bottrop nicht nur Bedarf an Förderung in dem Fördergebiet der „Sozialen Stadt“ Lehmkuhle/Ebel haben, ist in diesem Zusammenhang kein Geheimnis. Wir GRÜNEN werden im Integrationsrat die Einrichtung einer begleitenden Lenkungsgruppe fordern. Dies ist umso dringlicher, da die Arbeit der Integrationskonferenz ins Stocken geraten ist und die Verunsicherung groß ist. Schlechte Informationspolitik macht diesen Zustand nicht besser. Hier muss sachlich eine Arbeitsebene geschaffen werden, die neue Fördermöglichkeiten, neue Fördergebiete und eine überfällige Kooperation mit dem Integrationsrat im Blick hat. (US, Juni 2010)

GRÜNE Bottrop sehen Integration und Migration als Querschnittsaufgabe für den Städtetag NRW
Sigrid Behrendt, migrationspolitische Sprecherin der Bottroper GRÜNEN, resümiert ihren Besuch beim Städtetag NRW in der Wuppertaler Stadthalle am 17. Juni 2008: "Es reicht nicht aus, das Thema Integration und Migration als Problem und Aufgabe zu erkennen, es müssen konkrete Taten folgen. In einer globalisierten Welt wird uns alle das Thema Integration von Menschen, unabhängig der Nationalität des Einzelnen, dauerhaft jetzt und in der Zukunft begleiten."
Dezernat Migration unter dem Dach des Städtetages NRW
Deshalb fordern die Bottroper GRÜNEN ein Dezernat Migration unter dem Dach des Städtetages NRW. Der regelmäßige Austausch, das Erarbeiten gemeinsamer Positionen und der ständige Dialog untereinander können den Weg zu einer effektiven Integrationspolitik ebnen. Integration heißt von einander lernen und das müssen auch bzw. gerade die kommunalen VertreterInnen des Städtetages. Sigrid Behrendt dazu: "Hier darf es kein Kirchturmdenken geben. Gute Projekte und erfolgreiche Ansätze müssen flächendeckend systematisch weitergegeben werden. Eine stärkere Vernetzung der Kommunen und ein hineinwirken in bereits bestehende Ausschüsse des Städtetages soll Aufgabe des Dezernates sein."
Das kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-BürgerInnen ist die Zukunft
Ein Teil gelebter Demokratie und Integration ist für die GRÜNEN das kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-BürgerInnen. Nur wer aktiv politisch und gleichberechtigt Einfluss nehmen kann, wird sich als BürgerIn und EinwohnerIn einer Kommune oder Stadt akzeptiert fühlen. Die Staatsangehörigkeit kann und darf nicht über die politische Teilhabe in unseren Kommunen und Städten bestimmen. Die Mitglieder des Städtetages sollten sich nach Meinung der GRÜNEN diesem Thema stellen und den Prozess positiv begleiten und somit den Weg für das Kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-BürgerInnen ebnen, damit die Ungleichbehandlung vor Ort beendet wird. (US, Juni 2008)
- Kampagne der LAGA NRW: "Hier, wo ich lebe, will ich wählen!" -

"Kommunales Wahlrecht für alle Migrantinnen und Migranten führt zu mehr Integration"
Zur Diskussion über das kommunale Wahlrecht anlässlich der Kampagne "Hier, wo ich lebe, will ich wählen!" der LAGA NRW, der NRW-Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen, erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sigrid Behrendt:
"Integration gelingt nur, wenn Ausländerinnen und Ausländer nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte haben. Wir Bottroper GRÜNE fordern deshalb nach wie vor das kommunale Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer aus nicht EU-Staaten, wie dies in vielen europäischen Ländern üblich ist. Es ist nicht nachvollziehbar, dass EU-Bürgerinnen und -Bürger wählen dürfen, hier in Bottrop geborene und integrierte Türkinnen oder Türken beispielsweise aber nicht."
Integration ist mehr als "nur" Sprachförderung
Sigrid Behrendt weiter: "Integration ist mehr als Sprachförderung. Es geht um eine gleichberechtigte Teilhabe für die Menschen, die hier in Bottrop eine Heimat gefunden haben. Das kommunale Wahlrecht fördert die Identifikation mit unserem Gemeinwesen und sorgt damit für mehr Integration. Wir GRÜNE werden diese Diskussion auch auf der kommunalen Ebene im Integrationsrat führen und gemeinsame Möglichkeiten ausloten." (US, Oktober 2007)
- Kampagne der LAGA NRW: "Hier, wo ich lebe, will ich wählen!" -
- Stellungnahme der LAGA NRW zum kommunalen Wahlrecht -
- GRÜNER Antrag im Landtag NRW zum kommunalen Wahlrecht -
und

Ratsfraktion begrüßt Erstellung eines Sozialberichtes - im Rahmen des interkulturellen Projektes
Zwar beschränkt sich die Erstellung des Berichtes auf die soziale Situation, der im Bottroper Stadtgebiet lebenden MigrantInnen, aber dieser Bericht kann Vorzeigecharakter haben. Einen entsprechenden Antrag der GRÜNEN im Sozialausschuss, für ganz Bottrop einen Sozialbericht zu erstellen, wurde seinerzeit abgelehnt. "Umso mehr freut es mich, dass die Notwendigkeit eines solchen Berichtes wenigstens im Bereich der MigrantInnen gesehen wird", so Sigrid Behrendt, GRÜNEN-Mitglied im Integrationsrat."
Sozialberichte dienen als Grundlage zur Gestaltung und Entwicklung einer Stadt. Auch das in der Sitzung des Integrationsrates von der Stadtverwaltung vorgestellte interkulturelle Konzept erhält die volle Unterstützung der bündnisgrünen Ratsfraktion. "Der Anfang ist gemacht, jetzt liegt es an uns und den MigrantInnen dieses Konzept mit Leben zu füllen. "Hier sehe ich besonders die PolitikerInnen in unserer Stadt in der Verantwortung, sich aktiv in diesem Gestaltungsprozess einzubringen." so Sigrid Behrendt. "Hier haben wir Vorbildcharakter, auch wenn dieses Wort nicht gern gehört wird. Integration gelingt nur, wenn wir alle es auch wollen." (US, September 2006)
- Binationale in Deutschland: Zahlen und Fakten -
- Binationale Familien und Partnerschaften e. V. -
- WAZ-Bericht "Integration in Bottrop" vom 08.05.2008 (Integrationsbüro in der ZEUS-Vorstellung) -