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GRÜNE Kritik an Castor-Probetransport durch Bottrop

Castor-Transport in der Kritik

Probetransport führt mit dem Zug von Duisburg nach Ahaus

Die GRÜNE Ratsfraktion Bottrop kritisiert den Castor-„Probetransport“ in der 11. Kalenderwoche 2012 von der Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg nach Ahaus. Die Umweltpartei protestiert gegen den Leertransport als einen Schritt zur Genehmigung der Transporte mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall. Bis zum Jahr 2017 könnten rund 1.300 Gebinde nach Ahaus transportiert werden.

Zur Transportstrecke erläutert Ulrich Schnirch von der GRÜNEN Ratsfraktion Bottrop: „Die Transportroute soll von Duisburg über Oberhausen und Bottrop bis nach Gladbeck führen. Von Gladbeck soll es zwei verschiedene Strecken geben, die alternativ nach Coesfeld und schließlich nach Ahaus führen.“ In einer zweiwöchigen Protesttour durch NRW hatten die GRÜNEN jüngst landesweit gegen mögliche Castor-Transporte und für den Stopp der gefährlichen und überflüssigen Atommüllverschiebereien demonstriert. (US, März 2012)

- Keine Atommülltransporte in NRW gegen den Willen der Bevölkerung - 
- "´Test-Transport´ für Atommüll soll auch durch Gladbeck führen" vom 16.03.2012 -

 

Bottrop: „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“

Ulrich Schnirch

Konsequenzen aus den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima ziehen: Unterschriftenaktion „Atomkraft? NEIN danke!“

Am 23. April 2011 startete die Bottroper Unterschriftenaktion „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“ am Bottroper Pferdemarkt vor der Hauptstelle der Sparkasse Bottrop (Sparkassenvorplatz). Mit der Aktion sollen „vor Ort“ Konsequenzen aus den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima angestoßen werden. Getragen wird die Initiative vom Bottroper Kreisverband und der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der GRÜNEN Jugend Bottrop.


Startschuss: Für eine zukunftsfähige und bezahlbare Energieversorgung in Bottrop

Ulrich Schnirch, GRÜNER Sprecher im Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss und GRÜNER Vertreter in der (nicht öffentlich tagenden) Bottroper Lenkungsgruppe Zukunft der Energieversorgung äußert dazu: „Wir wollen eine zukunftsfähige und damit atomfreie sowie bezahlbare Energieversorgung in der InnovationCity Bottrop: Wir sagen 25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl aus Überzeugung: Atomkraft? NEIN danke!“ Dazu wird die Umweltpartei auch über die Möglichkeiten zum Ökostrombezug informieren. Aktuell sei bei vielen Menschen hier ein großes Interesse zu spüren - zumal Ökostromanbieter nicht selten sogar billiger seien.

Zum Hintergrund: In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 ereignete sich im Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine, etwa 100 km nordöstlich der Millionenstadt Kiew, eine schwere Reaktorkatastrophe. In den darauf folgenden Tagen wurden große Mengen radioaktiver Stoffe in die Atmosphäre freigesetzt und mit den unterschiedlichen Luftströmungen je nach Wetterlage ungleichmäßig auch in unserer Region verteilt. 25 Jahre danach sorgt die Reaktorkatastrophe von Fukushima bei den Menschen in unserer Region erneut für Entsetzen. (US, April 2011 - Aktualisierung Mai 2011)

- WAZ-Bericht „Unterschriftenaktion: Viele Fragen zum Ökostrom in Bottrop“ vom 25.04.2011 –

Forderung nach Ausstieg aus der Atomenergie

Mahnwache gegen Atomkraft

Mahnwache in Bottrop: Überparteiliche Aktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DKP, BUND, Jusos, SPD, GRÜNER Jugend, NABU, Linken und ÖDP


Am 19. März 2011 fand zwischen 11 und 12 Uhr in der Bottroper Hansastraße (ehemaliger Mensingbrunnen) eine Mahnwache mit etwa 200 TeilnehmerInnen zu den Geschehnissen in Japan statt. Bereits am 14. März 2011 hatte es, wie in 450 weiteren Städten in Deutschland, auch in Bottrop eine Mahnwache gegeben. Insgesamt nahmen bundesweit weit mehr als 100.000 Menschen teil. Der Aufruf zur Teilnahme an der Bottroper Mahnwache und die nachfolgende gemeinsame Erklärung wurde von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DKP, BUND, Jusos, SPD, GRÜNER Jugend, NABU, Linken und ÖDP unterstützt:

„Mit Entsetzen, tiefer Trauer und wachsender Wut nehmen wir hilflos aber nicht sprachlos die mittlerweile unaufhaltsam voranschreitende atomare Katastrophe in Japan wahr. Wir gedenken der tausenden Toten des Erdbebens und des Tsunamis, der Verletzen und derer, die ihre Heimat verloren haben. Wir hoffen inständig, dass die Folgen der außer Kontrolle geratenen Atomreaktoren das Leid der Menschen in Japan nicht weiter ins Unermessliche steigern.


Die Entwicklung in Japan führt uns vor Augen, wie wenig wir in der Lage sind, die Atomkraft zu beherrschen. Wir erleben, was es bedeutet, wenn durch blinden Glauben an die technische Machbarkeit, Gewinnstreben und ideologischer Verblendung das Leben und die Gesundheit der Menschen aufs Spiel gesetzt wird. Wir sind erschüttert über die Ignoranz derer, die uns auch angesichts der schrecklichen Bilder aus Fukushima einreden wollen, Atomkraft sei eine sichere, saubere und beherrschbare Energiequelle.


Die Atomkatastrophe von Fukushima zeigt uns, dass unser aller Phantasie nicht ausreicht, um alle möglichen Schadenszenarien, die zu einem Versagen der Technik führen können, vorherzusehen und uns davor zu schützen. Ein Versagen auch noch so ausgeklügelter Sicherheitsvorkehrungen ist überall und jederzeit möglich.


Wir sind nicht bereit, dieses sog. „Restrisiko“, das weder quantifizierbar noch dessen Qualität abschätzbar ist, als alternativlos hinzunehmen. Wir sind nicht willens, uns weiter einreden zu lassen, dass durch eine Überprüfung der Sicherheitsstandards die Nutzung der Atomenergie sicher wird.


Es gibt angesichts der möglichen und uns nun nochmals deutlich vor Augen geführten Gefahren außer den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger keinen Grund, an der Atomkraft als Energiequelle festzuhalten. Die von der Bundesregierung unter Umgehung der Länder beschlossene Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke muss umgehend zurück genommen, die acht ältesten und gefährlichsten Atommeiler sofort und dauerhaft vom Netz genommen werden.“
(US, März 2011)


- YouTube-Videos über die GRÜNEN Anti-Atom-Aktivitäten in Bottrop -


GRÜNE Bottrop: Aufruf zum Wechsel des Stromanbieters

GRÜNER Anti-Atom-Flashmob bei strömenden Regen in der Bottroper Innenstadt

Video zur GRÜNEN Protestaktion: „Wohin mit dem Atommüll?“ in der Bottroper Innenstadt - "Anti-Atom-Flashmob Bottrop" für atomfreien Strom

Das Video zur bündnisgrünen Protestaktion „Wohin mit dem Atommüll?“ in der Bottroper Innenstadt ist auch online abrufbar. Aus diesem Anlass weist Ulrich Schnirch, GRÜNER Ratsherr und Sprecher im Bottroper Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz darauf hin, dass „angesichts aktuell vielfach steigender Strompreise durch einen Anbieterwechsel die Möglichkeit besteht, zukünftig Geld zu sparen und gleichzeitig atomfreien Strom zu beziehen.“

Zum Hintergrund: Der Bottroper Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die GRÜNE Jugend Bottrop haben gemeinsam gegen die Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken und das ungelöste Endlager-Problem bei (noch mehr) atomarem Müll protestiert. Bei diesem von Kreisvorstandsmitglied Melanie Fraas organisierten "Anti-Atom-Flashmob" wurden symbolhaft Atommüllfässer von drei Personen in Strahlenschutzanzügen auf dem Berliner Platz abgestellt. Kurze Zeit später fielen dann nacheinander Menschen neben den Fässern zu Boden. Symbolisch sollte so auf die von Atommüll ausgehenden Gefahren aufmerksam gemacht werden. In einem über sieben Minuten langen Video ist die ungewöhnliche bündnisgrüne Protestaktion bei strömenden Regen in der Bottroper City mit näheren Informationen abrufbar. Alle Menschen in Alt-Bottrop, Kirchhellen und Umgebung sind aufgerufen, persönlich aktiv zu werden. (US, Dezember 2010, Abbildung: BUND NRW)

 

Zusatzinformation: Bei einem sog. "Flashmob" verabreden sich Menschen, die sich nicht unbedingt persönlich kennen, an einem bestimmten öffentlichen oder halböffentlichen Ort für einen guten Zweck zu scheinbar spontanen Aktionen. Teilweise dauert eine Aktion nur wenige Minuten.


- GRÜNER Flashmob Bottrop: „Wohin mit dem Atommüll“? -

- GRÜNE Fotos vom Anti-Atom-Flashmob Bottrop (Foto-Stream) -

- YouTube-Video vom Anti-Atom-Flashmob Bottrop (Video-Stream) -

- Gorleben: Explosives Gas könnte Atommüll-Endlager verhindern -

 

GRÜNE Bottrop unterstützen Großdemo in Ahaus

Sigurd Köllner, Bärbel Höhn und Melanie Fraas (v. l. n. r.) beim Kampf in Ahaus gegen die schwarz-gelbe Atompolitik

Bei „strahlendem“ Sonnenschein fand am Samstag, 24. April 2010, im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion für den sofortigen Atomausstieg unter anderem in Ahaus eine Großdemonstration unter Beteiligung der Bottroper GRÜNEN statt.

In Gedenken an den 24. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl demonstrierten über 5.000 Teilnehmer für den Ausstieg aus dieser „Hochrisikotechnologie“. Bundesweit nahmen ca. 120.000 Menschen an den größten Protesten seit 1998 teil. „Bemerkenswert war, die hohe Anzahl junger Teilnehmer, die darauf schließen lässt, dass ein Generationenwechsel in der Protestbewegung stattgefunden hat“, so Melanie Fraas, Vorstandsmitglied der Bottroper GRÜNEN.

 

Gefordert wurden die Stilllegung aller Atomanlagen in NRW, ein unmittelbarer Stopp der Atommülltransporte ins Zwischenlager Ahaus sowie ein konsequenter Kurswechsel hin zu erneuerbaren, regenerativen Energien. Unterstützt wurde die Aktion von zahlreichen Spitzenpolitikern der Landes- und Bundes-GRÜNEN, die durch ihre Teilnahme auch aktiv ein deutliches Zeichen gegen die momentan betriebene Atompolitik setzten. (Melanie Fraas, April 2010)


Ökostrom? GRÜNE Infoaktion zu Anbieterwechsel

Die Bottroper GRÜNEN haben unter anderem am Samstag, 19. April 2008, in ihrer Geschäftsstelle an der Osterfelder Straße 38 und am Samstag, 25. April 2009, an der Hansastraße vor Karstadt und Mensing (am ehemaligen Mensingbrunnen) über einen Wechsel des Stromanbieters informiert. Damit soll auch die öffentliche Kritik an der Unterbringung des ELE-Centers im Bürgerbüro der Stadt Bottrop unterstrichen werden.

 

"Der deutliche Anstieg der Strompreise in den vergangenen Jahren zeigt die enorme Marktmacht der großen Energiekonzerne, wie dem RWE-Konzern, zu dem auch die Emscher Lippe Energie (ELE) GmbH gehört. Von einem nachhaltigen Wettbewerb ist der Strommarkt insbesondere im Privatkundenbereich immer noch weit entfernt", erläutert Ulrich Schnirch von den Bottroper GRÜNEN. Entsprechend wachse die Bereitschaft vieler Menschen zu einem anderen Stromanbieter zu wechseln – zumal nicht selten sogar Ökostromanbieter billiger seien.

 

Wichtiger Hinweis: Interessierte werden gebeten, auch zu zukünftigen Infoaktionen möglichst die letzte Strom-Jahresabrechnung mitzubringen. Eine vertrauliche Behandlung der Daten wird garantiert! (US, April 2008 - Aktualisierung Mai 2009 und August 2009)

 

- Kostenloser Online-Stromvergleichsrechner - 


GRÜNER Antrag: Klimaschutzpreis Bottrop einführen

Die Ratsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN hat den Antrag in den Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz am 2. April 2008 eingebracht, zur Prämierung von privaten Projekten zum Klimaschutz – ab sofort - einen "Klimaschutzpreis Bottrop" auszuschreiben.

 

Damit will die Umweltpartei zukünftig private Klimaschutzaktivitäten in der Bottroper Öffentlichkeit besser bekannt und positive Beispiele allgemein leichter zugänglich machen. Daneben wollen die GRÜNEN prüfen, welche Maßnahmen zum kommunalen Klimaschutz, neben den Aktivitäten der Stadt, zusätzlich im Bottroper Stadtgebiet umgesetzt werden können.

 

GRÜNE boykottieren städtischen Neujahrsempfang

Gastredner: Dr. J. Großmann (RWE)

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben nach eingehender Beratung ihre Teilnahme am Neujahrsempfang 2008 der Stadt Bottrop, zu dem für den 29. Januar 2008 eingeladen war, abgesagt.


Die Umweltpartei will mit dem Boykott des Empfangs auf ein zentrales Problem in der Energie- und Klimapolitik in Nordrhein-Westfalen (NRW) aufmerksam machen. Das Problem heißt: RWE. - Alle Hintergründe zum GRÜNEN Boykott: Umweltverträgliche Energieversorgung mit RWE nicht zu erreichen -


Zukunftskonferenz Klimaschutz "nicht finanzierbar"?

Referenten der Diskussionsveranstaltung in Kirchhellen: Reiner Priggen (GRÜNEN-MdL und stellvertretender NRW-Fraktionsvorsitzenden sowie Vorsitzender der Enquetekommission Gas und Öl - linkes Foto) und Michael Farien (IBB - Initiativkreis bergbaubetroffener Bürger Bottrop - Verein zum Schutz der Umwelt - rechtes Foto)
Reiner Priggen: "Ein Sonderausschuss des Landtags zum Klimawandel ist eine richtige Antwort auf die großen Herausforderungen. Nur mit entschlossenem, konkretem Handeln sind die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch aufzuhalten. Deshalb ist eine enge Vernetzung der Maßnahmen in allen Politikfeldern sinnvoll und nachhaltig." (Mai 2007)

GRÜNE diskutieren mit Reiner Priggen (MdL) und städtischem Umweltsamtleiter

 

Am 26. April 2007 diskutierten auf Einladung der Bottroper GRÜNEN interessierte Bürgerinnen und Bürger mit dem bündnisgrünen stellvertretenden NRW-Fraktionsvorsitzenden Reiner Priggen und bündnisgrünen KommunalpolitikerInnen sowie dem Leiter des städtischen Umweltamtes Stefan Beckmann.

 

Die bisherigen einzelnen Projekte, die direkt oder indirekt die CO2-Minderung zum Ziel haben und damit dem kommunalen Klimaschutz dienen, wurden von den Anwesenden positiv aufgenommen. Sei es das Geothermie-Bauvorhaben in Kirchhellen-Mitte oder die Entwicklung der Wasserstofftechnologie in der Welheimer Mark. Im Jahr 2005 wurde die Stadt Bottrop zudem mit dem European Energy Award® zertifiziert. Zur Verleihung durch NRW-Wirtschaftsministerin Thoben erklärte Oberbürgermeister Peter Noetzel wörtlich: "Unser Ziel ist, die Menschen in Bottrop für Zukunftsenergien zu interessieren und zu begeistern. Strukturwandel muss erlebbar sein."

 

Doch genau da hakt es nach Meinung der örtlichen GRÜNEN: Nach der Kürzung der ohnehin relativ geringen Finanzmittel im Haushalt 2007 gerade im Umweltbereich – z. B. bei der Lokalen Agenda 21 – wird es zukünftig fast unmöglich, die BottroperInnen direkt mit ins Boot zu holen. Die von der bündnisgrünen Ratsfraktion beantragte "Zukunftskonferenz Klimaschutz" hätte diese Lücke schließen können. Dass sie angeblich dem Sparwillen der Bottroper Kommunalpolitik zum Opfer gefallen sein soll, lassen die GRÜNEN Aktiven so nicht gelten. Wer, wie die Ratsfraktionen von SPD und CDU, mit ca. 16.000 Euro - weit mehr als ein Zukunftskongress kosten würde - für eine sog. Countdown-Ampel in Bottrop-Ebel bereitstellen kann, deren Sinn und Zweck mehr als fragwürdig ist, sollte sich nicht hinter einem angeblichen Sparkonzept verstecken.

 

Wasserstofftechnologie in Bottrop: Arbeitsplätze für die Zukunft

 

Einigkeit bestand bei allen Anwesenden, dass die Wasserstofftechnologie gerade Bottrop eine Chance für die Zukunft bieten kann, die jedoch von allen Akteuren unterstützt werden muss. Die GRÜNEN appellierten deshalb an das Engagement der Stadt Bottrop, sich gezielter für die Wasserstofftechnologie einzusetzen. Die geplante Arbeitsmarkt- und Wirtschaftskonferenz im Herbst 2007 zum bevorstehenden Ende des Steinkohle-Bergbaus in Bottrop muss unter anderem diesen Ansatz mit aufgreifen. In einer interkommunalen Kooperation mit der Stadt Herten als Standort verschiedener Wasserstoffunternehmen liegt auch für Bottrop die Chance, das Zukunftscluster "Wasserstoff" gemeinsam zu besetzen und damit zukunftsweisende Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. (US, April 2007)

 

- Weitere Informationen zur kommunalen Klimapolitik in Bottrop -

- IBB-Stellungnahme: "Abbaustopp jetzt" vom 22.01.2008 -


Klima-Aktionswoche 2007: Klimaschutz für Bottrop

Folgende Aktivitäten haben unter der überraschend regen Beteiligung zahlreicher interessierter Menschen im Stadtgebiet stattgefunden:

21.04.2007 Auftakt: Klima-Projekttag Klimaausstellung, Diskussion u. v. m. (GRÜNE-Geschäftsstelle, Osterfelder Str. 38, Bottrop, ab 11.00 Uhr).

26.04.2007 GRÜNE diskutieren mit BürgerInnen im "Haus Riesener", Forststraße 31, Bottrop-Kirchhellen, 19.00 Uhr: "Klimaschutz - Chancen für die Zukunft" mit Reiner Priggen (MdL, Vorsitzender der Enquetekommission Gas und Öl), Andrea Swoboda (GRÜNE-Fraktionssprecherin), Sigrid Lange (GRÜNE-Bezirksvertreterin Kirchhellen) und Stefan Beckmann (Umweltamt Bottrop). Als Gast: Michael Farien (IBB - Initiativkreis bergbaubetroffener Bürger e. V. Bottrop - Gemeinnütziger Verein zum Schutz der Umwelt).

27.04.2007 Bärbel Höhn präsentiert den Oscar-prämierten Al-Gore-Film "Eine unbequeme Wahrheit"

Bottroper GRÜNE fahren in ein Oberhausener Kino: "Wir nehmen Sie mit"!; Tel.-Anmeldung unter (02041) 3 66 71 erforderlich. Beginn: 20.00 Uhr. Treffpunkt: 19.00 Uhr.

28.04.2007 Infos aus erster Hand: Klimaschutz "vor Ort"

GRÜNE bringen das Thema zu den Bürgerinnen und Bürgern: Info-Stand am Pferdemarkt ab 10.00 Uhr. (Stand: 30. April 2007, US)

- Wir danken allen interessierten Menschen für die rege und durchweg positive Resonanz!!! - 

 

- Weitere Informationen zur kommunalen Klimapolitik -


Klimaschutz für alle: Wie Klima retten Alltag wird


Private Haushalte könnten einen ganz erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig sehr viel Geld sparen: bis zu 142 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und nicht weniger als 50 Milliarden Euro. Diese Zahlen nennt der Umweltwissenschaftler Maximilian Gege in seinem neuen Klimaschutz-Ratgeber. Bei konsequenter Anwendung aller Tipps verspricht der Autor für einen Vier-Personen-Haushalt, im Jahr mehr als 3 000 Euro einzusparen und acht Tonnen CO2 zu vermeiden.

 

Beim privaten Klimaschutz daheim besteht die überwiegende Mehrheit der Maßnahmen aus ganz einfachen Verhaltensänderungen. Aber auch für die Maßnahmen, die Geld kosten – wie z. B. Energiesparlampen, Perlatoren, Stand-by-Schalter oder eine ökologische Fahrerschulung – prophezeit Umweltberater Gege, dass sich diese Investitionen schnell bezahlt machen und zu permanenten Energiespareffekten führen. Der Weg zur Klimawende. Und das können Sie tun – eine Auswahl aus tausend Tipps:

 

1. Beim Heizen geizen

Stellen Sie Ihren Thermostat um ein Grad herunter. Sie werden es nicht spüren, sparen dadurch aber sechs Prozent der Heizenergie. Das sind im Jahr etwa 40 bis 70 Euro pro Haushalt.

 

2. Stromabwärts geht es aufwärts

* Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht zu hoch ein: sieben Grad Celsius im Kühlschrank sowie minus 18 Grad im Gefriergerät reichen aus. Hier können Sie bis zu zwanzig Euro pro Jahr sparen.

* Benutzen Sie nicht den Backofen zum Brötchen aufbacken. Ein Toaster mit Aufsatz braucht 70 Prozent weniger Energie als der Backofen. Das sind pro Frühstück 20 Cent, im Jahr immerhin bis zu 70 Euro.

* Schalten Sie immer ab, wenn Sie nicht fernsehen oder Videos anschauen. Ein Haushalt mit TV, Satellitenreceiver, Stereoanlage, DVD-Player, Videorekorder und einem schnurlosen Telefon verschwendet durch Stand-by-Betrieb bis zu 130 Euro im Jahr.

* Wechseln Sie alte Glühbirnen gegen Energiesparlampen. Bei einer Lebensdauer von rund 12 000 Stunden können Sie mit einer Energiesparlampe bis zu 100 Euro sparen. Der Vergleich des Jahresverbrauchs ist ein Muss in jedem Haushalt. Nur so können Sie erkennen, wie viel Strom und Geld Sie bereits eingespart haben.

 

3. Besser für die Abwässer

* Steigen Sie nicht so oft in Ihre Badewanne. 70 Liter Wasser pro Dusche lassen sich gegenüber dem Baden einsparen. Bei dreimal Baden pro Woche sind das im Jahr immer hin mehr als 55 Euro pro Person.

* Bei kleinen Toilettengeschäften brauchen Sie auch nur einen kleine Wassermenge. Bringen Sie daher eine Spartaste an der Toilette an. Das spart pro Person etwa 25 Euro pro Jahr.

* Leisten Sie sich eine neue energie- und wassersparende Spülmaschine. In einem Vier-Personen-Haushalt schafft eine Spülmaschine etwa 270 Stunden mehr an Freizeit, das sind sieben Arbeitswochen. Spülen mit der Hand kann im Vergleich zur Spülmaschine dreimal so viel Wasser und doppelt so viel Energie verbrauchen.

* Verzichten Sie auf die Vorwäsche, wenn die Wäsche nicht über die Maßen dreckig ist. Und lassen Sie einige Kleidungsstücke auch mal eine Wäsche „überspringen“, wenn sie kaum schmutzig sind, und werfen Sie den textilen Stoff erst nach dem nächsten Tragen in die Trommel.

 

4. Mit dem Auto geht es auch anders

* Was spricht dagegen, dass Sie öfter Ihr Fahrrad benutzen oder zu Fuß gehen? Die Hälfte aller Fahrten mit dem Auto überschreitet nicht einmal eine Strecke von fünf Kilometern. Leisten Sie sich ein wenig Fitness und sparen Sie dabei auch noch Benzin, viel Geld und Kohlendioxid.

* Lernen Sie ökologisches Fahren. In Kursen bespielsweise des Verkehrsclubs Deutschlands (VCD), Regionalclubs, Berufsgesossenschaften oder auch von Autoherstellern können Sie diese sparsame Fahrweise lernen. Die Kursgebühr von 60 bis 120 Euro ist innerhalb von zwei, drei Monaten durch ökologisches Fahren und daraus resultierende Sprit- und Kosteneinsparungen wieder drin.

* Bauen Sie den Dachgepäckträger nach Gebrauch gleich wieder ab. So sparen Sie bis zu zwölf Prozent Sprit.

 

5. Den Müll entmüllen

* Schon beim Einkaufen kann viel Abfall vermieden werden. Benutzen Sie einen Einkaufskorb oder eine Tasche, statt Plastik- oder Papiertüten zu kaufen.

* Verzichten Sie beim Einkauf möglichst auf Einwegverpackungen. Viele Produkte gibt es bereits im Mehrweg (Getränke, Milch, Joghurt), zum Nachfüllen (Wasch- und Reinigungsmittel, Lacke und Farben, EDV-Zubehör, Klebstoff, Zahnbürstenköpfe und vieles mehr) oder auch unverpackt.

* Kaufen Sie bewusst Recyclingprodukte wie zum Beispiel Recyclingpapier, hergestellt aus 100 Prozent Altpapier. Denn was nützt die beste Mülltrennung, wenn die daraus gewonnenen Produkte nicht gebraucht und gekauft werden?

 

6. Für Computer & Co mehr Ökologie ins Büro

* Achten Sie beim Kauf von Kopierern, Druckern und Scannern auf das Umweltzeichen (Blauer Engel) für emissionsarmen Betrieb, Funktion mit Recyclingpapier und Rücknahme der Verbrauchmaterialien und Fototrommeln sowie geringen Stromverbrauch.

* Der Stand-by-Betrieb des PCs samt Monitor kostet mindestens zwölf Euro im Jahr, der Stand-by- eines Tintenstrahldruckers schlägt mit etwa 17 Euro zu Buche. Und die Leerlaufverluste eines Scanners können Sie bis zu 21 Euro kosten.

* Unter www.energieefizient-im-service.de finden Sie die Datenbank Office-TopTen für besonders energieeffiziente Bürogeräte. Die zehn besten Geräte werden nach berechneten Stromkosten über die Dauer der Nutzung ermittelt und gegenübergestellt.

 

Literaturtipp:

Prof Dr. Maximilian Gege (Hrsg.): Klima retten und Geld sparen – 1 000 Tipps für Haus, Garten, Büro und Freizeit. 104 S. 12,80 Euro. ISBN: 978-39809607-9-3, BrunoMedia Buchverlag, BrunoMedia GmbH, Bonner Straße 328, 50968 Köln

 

("Umwelt Kommunale Ökologische Briefe - UKÖB", Ausgabe 10/2007 - US, Mai 2007)


Handlungstipps: Klimaschutz selbst gemacht


Immer mehr Menschen wollen den Klimaschutz in die eigene Hand nehmen

 

- Autos = Großproduzenten von Klimagasen. Jeder nicht gefahrene Auto-Kilometer spart 0,4 kg CO2. Eine energiesparende Fahrweise und ein Umstieg auf Fahrrad, Bus und Bahn tragen nachhaltig zur Senkung des CO2-Ausstoßes bei. Mehr Infos: »vorort.bund.net/klimaschutz

 

- Flugverkehr = Klimakiller erster Ordnung. Ein Flug Köln-Berlin produziert ungefähr viermal soviel CO2 wie eine Bahnfahrt. Wer unbedingt fliegen muss, sollte Projekte unterstützen, die entsprechende Mengen CO2 einsparen, zum Beispiel unter »www.atmosfair.de

 

- Wechsel zu einem Stromanbieter, der auf Kohle und Atom verzichtet, ist denkbar einfach und preiswerter als angenommen, z.B. über das Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" »www.atomausstieg-selber-machen.de

 

- Kühl- und Gefriergeräte = Stromfresser im Haushalt. Beim Neukauf eines Gerätes (Klasse A++), kann viel CO2 und Geld sparen. Der Verbrauch kann selbst überprüft werden: »www.klimasuchtschutz.de/kuehlcheck

 

- Kochen: Deckel auf den Topf! Kochen ohne/ mit undichtem Deckel erhöht den Energiebedarf. Der Topfboden sollte mit der Größe der Platte oder Flamme übereinstimmen.

 

- Wäschetrockner = doppelt so viel Energieverbrauch wie eine Waschmaschine. Die Wäsche möglichst im Raum oder an der frischen Luft trocknen lassen.

 

- Eine effiziente Waschmaschine kann über 35 Euro im Jahr sparen. Je geringer Waschtemperatur und -dauer, desto weniger Strom wird verbraucht. Nur stark verschmutze Wäsche braucht es heißer als 40°C. Effizient waschen bedeutet auch, das Trommelvolumen voll zu nutzen.

Das Waschprogramm ½ meint übrigens nicht die halbe Wassermenge, sondern die halbe Wäschemenge und spart deshalb auch keinen Strom! Tipps zu sparsamen Geräten: »www.spargeraete.de

 

- Viele Gebäude verlieren ein Drittel der Heizwärme durch schlecht gedämmte Außenwände. Stoßlüften spart Heizenergie gegenüber dauerhaft gekippten Fenstern. Nachts die Heizung nicht komplett abschalten, nur herunterregulieren.

 

- Ohne den Modus "Stand-by" an Elektrogeräten würde Deutschland zwei Kraftwerke sparen. 70 Prozent seines Stroms verbraucht beispielsweise ein Computer. Besonders hoch ist der Energieverbrauch des Bildschirms.

 

- Der Austausch einer herkömmlichen Glühbirne durch eine Energiesparlampe spart pro Jahr 65 Kilogramm CO2. (Stand: April 2007)

 

Mehr Tipps:

- www.gruene.de

- www.gruenes-klima.de

- www.gruene-jugend.de

- www.gruene-bottrop.de

- www.verbraucherzentrale-energieberatung.de