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GRÜNE Kritik an Castor-Probetransport durch Bottrop

Castor-Transport in der Kritik

Probetransport führt mit dem Zug von Duisburg nach Ahaus

Die GRÜNE Ratsfraktion Bottrop kritisiert den Castor-„Probetransport“ in der 11. Kalenderwoche 2012 von der Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg nach Ahaus. Die Umweltpartei protestiert gegen den Leertransport als einen Schritt zur Genehmigung der Transporte mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall. Bis zum Jahr 2017 könnten rund 1.300 Gebinde nach Ahaus transportiert werden.

Zur Transportstrecke erläutert Ulrich Schnirch von der GRÜNEN Ratsfraktion Bottrop: „Die Transportroute soll von Duisburg über Oberhausen und Bottrop bis nach Gladbeck führen. Von Gladbeck soll es zwei verschiedene Strecken geben, die alternativ nach Coesfeld und schließlich nach Ahaus führen.“ In einer zweiwöchigen Protesttour durch NRW hatten die GRÜNEN jüngst landesweit gegen mögliche Castor-Transporte und für den Stopp der gefährlichen und überflüssigen Atommüllverschiebereien demonstriert. (US, März 2012)

- Keine Atommülltransporte in NRW gegen den Willen der Bevölkerung - 
- "´Test-Transport´ für Atommüll soll auch durch Gladbeck führen" vom 16.03.2012 -


GRÜNE: Erhalt der Baum-Allee an der Osterfelder Straße

Baumschutz-Netzwerk: Kampf gegen Allee mit 56 Baumstümpfen in der InnovationCity Bottrop

Der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) hat dem GRÜNEN Ratsherrn Ulrich Schnirch schriftlich den Eingang des Einspruchs für den Erhalt der 130 Jahre alten Lindenallee in der Bottroper Innenstadt bestätigt.

Schnirch hatte persönlich und mit einem zweiseitigen Schreiben beim Stadtoberhaupt von InnovationCity Bottrop den Protest über den städtischen Umgang mit 1.758 Unterschriften für den Erhalt möglichst vieler Bäume (und damit gegen 56 Baumstümpfe) vorgetragen. Der Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Bottrop hatte am 1. Juli 2011 - unter GRÜNEM Protest - die Fällung von 56 geschützten Allee-Bäumen im Zuge des Ausbaus der Osterfelder Straße beschlossen. (US, Juli 2011)
- Alle Hintergrund-Infos zum Kampf gegen Baumfällungen an der Osterfelder Straße -

 

GRÜNE fragen nach bergbaubedingten Senkungen

Ulrich Schnirch ist besorgt über bedenkliche bergbaubedingte Senkungen in Kirchhellen

Beratungen des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt am 3. Februar 2011 auf Antrag der Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

Die Höhenvermessungen der Bezirksregierung Köln in Kirchhellen haben bedenkliche Ergebnisse in die öffentliche Diskussion gebracht (vgl. u. a. WAZ Kirchhellen 23. Juni 2010: „Ein Stadtteil wird tiefer gelegt“). Nirgendwo im Ruhrgebiet sank die Erde seit dem Jahr 2008 so schnell wie zwischen Kirchhellen und dem Standort für das geplante interkommunale Gewerbegebiet am Flugplatz Schwarze Heide. Nirgendwo sanken Wohngebiete in den vergangenen 42 Jahren so stark ab wie im Bereich des Abbaufeldes Prosper-Nord in Grafenwald. Deshalb hat Ulrich Schnirch, Sprecher der Bottroper Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Ratsausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, in Abstimmung mit der IBB einen Antrag für die Sitzung am 3. Februar 2011 gestellt.

 

Im Antragstext formuliert Schnirch dazu: „Neben den erschreckenden Resultaten bei den Senkungstiefen und der Sinkgeschwindigkeit beunruhigt insbesondere die offenbar neu zu definierende Grenzlinie der bergbaubedingten Senkungen (bislang etwa 10,80 m). Das Gebiet droht aber noch viel weiter abzusacken, wenn es nicht einmal bei den im Rahmenbetriebsplan angegebenen 11,50 Metern von 1993 bis 2019 bleibt. Laut Senkungsbild des Rahmenbetriebsplans liegt die an der Kirche St. Johannes beobachtete Senkung etwa 200 m außerhalb des Senkungseinflusses (also jenseits der Null-Linie). Dennoch wurde auch dort eine Senkung von 26 cm gemessen. Vor diesem Hintergrund drängen sich folgende Fragen auf, um deren Beantwortung wir bitten: Wo verläuft tatsächlich die Null-Linie? Wie viel Siedlungsraum ist zusätzlich (und damit nicht genehmigt) von Bergsenkungen betroffen? Welche Konsequenzen sind für die Betriebserlaubnis des Bergwerks Prosper-Haniel und seine Abbaupläne zu ziehen?“ (US, Januar 2011)

 

Bottrop: „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“

Ulrich Schnirch

Konsequenzen aus den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima ziehen: Unterschriftenaktion „Atomkraft? NEIN danke!“

Am 23. April 2011 startete die Bottroper Unterschriftenaktion „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“ am Bottroper Pferdemarkt vor der Hauptstelle der Sparkasse Bottrop (Sparkassenvorplatz). Mit der Aktion sollen „vor Ort“ Konsequenzen aus den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima angestoßen werden. Getragen wird die Initiative vom Bottroper Kreisverband und der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der GRÜNEN Jugend Bottrop.


Startschuss: Für eine zukunftsfähige und bezahlbare Energieversorgung in Bottrop

Ulrich Schnirch, GRÜNER Sprecher im Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss und GRÜNER Vertreter in der (nicht öffentlich tagenden) Bottroper Lenkungsgruppe Zukunft der Energieversorgung äußert dazu: „Wir wollen eine zukunftsfähige und damit atomfreie sowie bezahlbare Energieversorgung in der InnovationCity Bottrop: Wir sagen 25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl aus Überzeugung: Atomkraft? NEIN danke!“ Dazu wird die Umweltpartei auch über die Möglichkeiten zum Ökostrombezug informieren. Aktuell sei bei vielen Menschen hier ein großes Interesse zu spüren - zumal Ökostromanbieter nicht selten sogar billiger seien.

Zum Hintergrund: In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 ereignete sich im Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine, etwa 100 km nordöstlich der Millionenstadt Kiew, eine schwere Reaktorkatastrophe. In den darauf folgenden Tagen wurden große Mengen radioaktiver Stoffe in die Atmosphäre freigesetzt und mit den unterschiedlichen Luftströmungen je nach Wetterlage ungleichmäßig auch in unserer Region verteilt. 25 Jahre danach sorgt die Reaktorkatastrophe von Fukushima bei den Menschen in unserer Region erneut für Entsetzen. (US, April 2011 - Aktualisierung Mai 2011)

- WAZ-Bericht "Unterschriftenaktion: Viele Fragen zum Ökostrom in Bottrop" vom 25.04.2011 -
- YouTube-Videos über die GRÜNEN Anti-Atom-Aktivitäten in Bottrop -
- WAZ-Bericht „Mahnwache Bottrop: 17 Atomkraftwerke zu viel“ vom 20.03.2011 -



Bottroper Liedermacher Klaus Lange singt "AKW NEE"

GRÜNE Bottrop: Aufruf zum Wechsel des Stromanbieters

Video zur GRÜNEN Protestaktion: „Wohin mit dem Atommüll?“ in der Bottroper Innenstadt online abrufbar - "Anti-Atom-Flashmob Bottrop" für atomfreien Strom

Das Video zur bündnisgrünen Protestaktion „Wohin mit dem Atommüll?“ in der Bottroper Innenstadt ist auch online abrufbar. Darauf macht Ulrich Schnirch, GRÜNER Ratsherr und Sprecher im Bottroper Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz aufmerksam. Gleichzeitig weist Schnirch darauf hin, dass „angesichts aktuell vielfach steigender Strompreise durch einen Anbieterwechsel die Möglichkeit besteht, zukünftig Geld zu sparen und gleichzeitig atomfreien Strom zu beziehen.“

Zum Hintergrund: Der Bottroper Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die GRÜNE Jugend Bottrop haben gemeinsam gegen die Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken und das ungelöste Endlager-Problem bei (noch mehr) atomarem Müll protestiert. Bei diesem von Kreisvorstandsmitglied Melanie Fraas organisierten "Anti-Atom-Flashmob" wurden symbolhaft Atommüllfässer von drei Personen in Strahlenschutzanzügen auf dem Berliner Platz abgestellt. Kurze Zeit später fielen dann nacheinander Menschen neben den Fässern zu Boden. Symbolisch sollte so auf die von Atommüll ausgehenden Gefahren aufmerksam gemacht werden. In einem über sieben Minuten langen Video ist die ungewöhnliche bündnisgrüne Protestaktion bei strömenden Regen in der Bottroper City mit näheren Informationen abrufbar. Alle Menschen in Alt-Bottrop, Kirchhellen und Umgebung sind aufgerufen, persönlich aktiv zu werden. (US, Dezember 2010, Abbildung: BUND NRW)

 

Zusatzinformation: Bei einem sog. "Flashmob" verabreden sich Menschen, die sich nicht unbedingt persönlich kennen, an einem bestimmten öffentlichen oder halböffentlichen Ort für einen guten Zweck zu scheinbar spontanen Aktionen. Teilweise dauert eine Aktion nur wenige Minuten.


- GRÜNER Flashmob Bottrop: „Wohin mit dem Atommüll“? -

- GRÜNE Fotos vom Anti-Atom-Flashmob Bottrop (Foto-Stream) -

- YouTube-Video vom Anti-Atom-Flashmob Bottrop (Video-Stream) -

- Gorleben: Explosives Gas könnte Atommüll-Endlager verhindern -

GRÜNES Energiekonzept: Strom, Wärme und Verkehr

GRÜNE Bottrop unterstützen Großdemo in Ahaus

Sigurd Köllner, Bärbel Höhn und Melanie Fraas (v. l. n. r.) beim Kampf in Ahaus gegen die schwarz-gelbe Atompolitik

Bei „strahlendem“ Sonnenschein fand am Samstag, 24. April 2010, im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion für den sofortigen Atomausstieg unter anderem in Ahaus eine Großdemonstration unter Beteiligung der Bottroper GRÜNEN statt.

In Gedenken an den 24. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl demonstrierten über 5.000 Teilnehmer für den Ausstieg aus dieser „Hochrisikotechnologie“. Bundesweit nahmen ca. 120.000 Menschen an den größten Protesten seit 1998 teil. „Bemerkenswert war, die hohe Anzahl junger Teilnehmer, die darauf schließen lässt, dass ein Generationenwechsel in der Protestbewegung stattgefunden hat“, so Melanie Fraas, Vorstandsmitglied der Bottroper GRÜNEN.

 

Gefordert wurden die Stilllegung aller Atomanlagen in NRW, ein unmittelbarer Stopp der Atommülltransporte ins Zwischenlager Ahaus sowie ein konsequenter Kurswechsel hin zu erneuerbaren, regenerativen Energien. Unterstützt wurde die Aktion von zahlreichen Spitzenpolitikern der Landes- und Bundes-GRÜNEN, die durch ihre Teilnahme auch aktiv ein deutliches Zeichen gegen die momentan betriebene Atompolitik setzten. (Melanie Fraas, April 2010)

Anti-Atom-Spaziergang: Am Montag gegen Atomkraft

GRÜNE und ödp mit Ökostrom-Initiative erfolgreich

Ulrich Schnirch kämpft für Ökostrom und deutlich mehr Wettbewerb in Bottrop

Bau- und Verkehrsausschuss beschließt „verschärftes“ Punktesystem und deutlich mehr Wettbewerb bei der Stadt Bottrop

 

Die Bottroper Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und ödp haben mit ihren gemeinsamen Initiativen im örtlichen Bau- und Verkehrsausschuss weitere Erfolge beim Einsatz für Ökostrom erreicht. Das für den Stromeinkauf von der Verwaltung vorgeschlagene Punktesystem wurde mit deutlich höheren Anforderungen beschlossen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung auf Antrag von GRÜNEN und ödp beauftragt, zukünftig größtmöglichen Wettbewerb bei der Ausschreibung des städtischen Strombezugs zu gewährleisten. Zuvor hatten die Fraktionen von GRÜNEN und ödp mit ihrer wiederholten gemeinsamen Kritik bereits erreicht, dass die Ausschreibungsmodalitäten für den Stromeinkauf durch die Stadt Bottrop teilweise überarbeitet wurden.

 

„Wir beurteilen positiv, dass sich die SPD-Fraktion im Verlaufe der ausgiebigen Ausschussdiskussion deutlich bewegt und letztlich unseren Forderungen zur Ausschreibung des Strom-Liefervertrags ab dem Jahr 2011 zugestimmt hat“, zeigen sich Ulrich Schnirch, GRÜNER Ratsherr und Sprecher im Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Bottrop sowie Johannes Bombeck von der ödp zufrieden. Das von der Verwaltung vorgeschlagene Bonus-/Malus-System wurde deutlich ehrgeiziger formuliert: „Der Beschluss sieht im Hinblick auf den kommunalen Klimaschutz vor, Bonuspunkte erst bei einem Anteil erneuerbarer Energien von über 20 Prozent an der Stromerzeugung zu vergeben, da der bundesweite Durchschnitt hier aktuell bei 15,8 Prozent liegt“, erläutert Ulrich Schnirch. „Es wäre doch niemandem zu vermitteln gewesen, Ökostrom zu fordern und gleichzeitig einen Ökostrom-Anteil von 0 Prozent mit Bonuspunkten zu belohnen. Dies hat letztlich auch die SPD-Fraktion eingesehen“, berichtet Johannes Bombeck aus der öffentlichen Sitzung am 18. Februar 2010 im städtischen Saalbau.

 

Zum Hintergrund: Das von der Verwaltung ursprünglich auf den grün-orangenen Antrag „Ökostrom-Bezug durch die Stadt Bottrop“ zum Beschluss vorgelegte Bonus-/Malus-System war wenig ehrgeizig im Hinblick auf den kommunalen Klimaschutz: „Obwohl der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bundesweit im Durchschnitt bei 15,8 Prozent liegt, sollte sogar ein unterdurchschnittlicher Ökostrom-Anteil von 0 bis 10 Prozent noch mit fünf Bonuspunkten belohnt werden. Ein Anteil erneuerbarer Energien von 22 Prozent, wie beispielsweise beim bisherigen Stromversorger ELE im Jahr 2008, hätte bereits 15 Bonuspunkte gebracht. Während 100 Prozent Ökostrom dagegen nur mit vergleichsweise geringen 30 Bonuspunkten honoriert worden wäre“, rechnet Ulrich Schnirch Beispiele aus dem wenig klimaverträglichen Verwaltungsvorschlag vor.

 

Auf Antrag von GRÜNEN und ödp wurde - gegen die Stimmen der CDU-Fraktion - deshalb nachstehendes „verschärftes“ Bonus-/ Malus-System beschlossen:

 

20,01 bis 30 % Öko-Anteil   + 5 Punkte

30,01 bis 40 % Öko-Anteil   + 10 Punkte

40,01 bis 50 % Öko-Anteil   + 15 Punkte

50,01 bis 60 % Öko-Anteil   + 20 Punkte

Über 60 % Öko-Anteil          + 30 Punkte

 

„Gleichzeitig wurde die Verwaltung ausdrücklich aufgefordert, die Ausschreibung des Stromliefervertrages für den Zeitraum bis Ende 2012 so abzufassen, dass endlich nachhaltig und klimaneutral arbeitende Anbieter bei der städtischen Stromversorgung zum Zuge kommen können“, sehen Schnirch und Bombeck die gemeinsame Antragsforderung nach deutlich mehr Wettbewerb erreicht. Zusammen mit den im Ratsausschuss beschlossenen Ausschreibungsbedingungen in fünf verschiedenen Tarifbereichen (Losen) seien die Chancen gut, die Versorgung städtischer Gebäude und Einrichtungen nun erstmalig weitgehend auf Ökostrom aus Wasserkraftwerken, Wind- oder Solaranlagen umzustellen. „Und Ökostrom muss keineswegs zwingend teurer sein, wie die Ausschreibung von Stadt und Kreis Recklinghausen bewiesen hat“, sind sich die Fraktionen einig. (US, Februar 2010)

- WAZ-Bericht „Energieversorgung: Ökostrom bekommt seine Chance“ vom 11.02.2010 - 



Zitat - Zur nachhaltigen Zukunft Bottrops


"Der Klimaschutz und die Förderung der erneuerbaren Energien gewinnen im zunehmenden Maße an Bedeutung. Gemäß dem Motto „Global denken – lokal handeln“, unterstütze ich gerne die Initiativen vor Ort, die Bottrop auf den Weg in eine nachhaltige Zukunft unterstützen."

(Original-Zitat von Oberbürgermeister Bernd Tischler im Februar 2010, Foto: Stadt Bottrop)


GRÜNER Antrag: Pachtfreie Dachflächen beschlossen

"Förderung der Solarenergie ist praktischer Klimaschutz"

Bottroper Sonnenkraft eG: Anteile ab 250 Euro erhältlich

Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich für eine pachtfreie Vergabe städtischer Dachflächen zum Errichten von Solaranlagen durch die „Bottroper Sonnenkraft eG“ ein. Der bündnisgrüne Vertreter Ulrich Schnirch hat hierzu im Bau- und Verkehrsausschuss den Antrag gestellt, den Beschlussvorschlag im Interesse des örtlichen Klimaschutzes zu ergänzen. Dem einstimmigen Votum des Fachausschusses schloss sich - auf nochmalige GRÜNE Initiative - auch der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss an. Der Beschlussentwurf der Verwaltung hatte ursprünglich nur den Beitritt der Stadt bei der Bürgergenossenschaft der Volksbank Kirchhellen vorgesehen.

GRÜNEN-Vertreter Ulrich Schnirch äußert dazu: „Die Gründung einer Solarkraft-Genossenschaft unterstützt konsequent das städtische Projekt „Zukunftsstandort Bottrop“. Dabei wird die Kompetenz Bottrops als Energiestandort, die vorhandene Innovationskompetenz und das wirtschaftliche Leitthema Energie dezentral miteinander kombiniert. Und die Solarenergie steht als Energieträger unbegrenzt zur Verfügung, ist umweltfreundlich und kostenlos. Konkret sind für das Bottroper Solarprojekt bislang die städtischen Dacher der Turnhallen an der Paulschule (470 m²) und der Matthias-Claudius-Schule (440 m²) ausgewählt worden.“ In der Vergangenheit hatten sich die GRÜNEN wiederholt für die solare Nutzung der städtischen Dachflächen - auch durch Bürgersolaranlagen - eingesetzt. „Für alle interessierten BottroperInnen besteht dort die Chance, die Reduzierung der CO2-Emissionen durch alternative Energien aktiv mit dem Erwerb von Genossenschaftsanteilen von je 250 Euro zu unterstützen“, erläutert Schnirch. Der Rat der Stadt Bottrop hat am 30. Juni 2009 den Beschluss in öffentlicher Sitzung im Rathaus mit großer Mehrheit bekräftigt. (US, Juni 2009 – Aktualisierung Juli 2009)


Anti-Atom-Demo gegen den atomaren Wahnsinn

"Richtig abschalten"

"Die Anti-Atom-Demo in Berlin mit 50.000 Menschen war ein eindrucksvolles Zeichen für ein schnelles Ende des atomaren Wahnsinns", erklärte der Vorsitzende der NRW-Grünen, Arndt Klocke, der wie viele andere Menschen aus NRW, darunter auch einige aus Bottrop, zur Demonstration am 5. September 2009 nach Berlin gefahren war.

"Es war auch ein Zeichen an die Politik: CDU und FDP im Bund wie in NRW sollten ihre Rolle als politischer Arm der Atomlobby schnellstmöglich beenden. Auch die Diskussion um eine Laufzeitverlängerung muss beendet werden. Denn selbst eine Verlängerung um zehn Jahre würde den Atommüll um weitere 50 Prozent anwachsen lassen und zudem den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien verhindern. Wir brauchen einen konsequenten Umstieg auf nachhaltige Energien und kein Zurück zu Dinosauriertechnologien." (US, September 2009)


Neue Hausaufgaben für "Klimahauptstadt Münster"


Der Klimaschutz steht auf Münsters Agenda ganz weit oben 

 

Erste deutsche Großstadt mit European Energy Award in Gold

 

Zweimal ist Münster 1997 und 2006 zur Bundeshauptstadt im Klimaschutz gewählt worden. Mit der begehrten Auszeichnung honorierte die renommierte Deutsche Umwelthilfe Münsters umfassende Maßnahmen zum Klimaschutz: das Konzept zur Altbausanierung, die innovative Siedlungsplanung, ein zeitgemäßes Verkehrskonzept, effiziente Formen der Energieproduktion und die zahlreichen Aktionen, die den Klimaschutz in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger wach halten. Doch die Stadt ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Im Frühjahr hat der Rat die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes bis 2020 verabschiedet. Auf seiner Grundlage soll der Ausstoß von Kohlendioxid in Münster um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. "Das ist ein sehr anspruchsvolles Ziel", unterstreicht Heiner Bruns, der Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz. "Die ersten 20 Prozent waren bereits harte Arbeit, jetzt wartet eine ungleich größere Anstrengung auf uns."

 

21 Prozent Kohlendioxid-Einsparung schon erreicht

 

Eine CO2-Reduktion von satten 21 Prozent hatte die Stadt bereits bis 2005 erreicht. Das ist bundesweit spitze, zumal in Münster jedes Prozent hart errungen und nicht einfach durch Abschalten klimaschädlicher Industriebetriebe erreicht wurde. Münster schöpft auf seinem Weg zur klimafreundlichen Stadt eine Vielzahl von Möglichkeiten aus, was 2005 bei der Auszeichnung mit dem European Energy Award in Gold - einem strengen, international anerkannten Zertifizierungsverfahren - explizit anerkannt wurde.

 

Heizenergie sparen als wirkungsvoller Hebel

 

Ein dicker Brocken ist die Sanierung von alten Gebäuden, fußend auf der Einsicht, dass für Heizung etwa 75 Prozent der eingesetzten Energie aufgewendet wird. Mit insgesamt mehr als fünf Mio. Euro hat die Stadt bislang private Investitionen in Wärmedämmung von Fassaden, Fenstern und Dächern gefördert. Mit massiver Öffentlichkeitsarbeit unterstützt sie seit 1997 außerdem den Energieausweis für Altbauten, der den energetischen Zustand eines Hauses dokumentiert. Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz setzt auf die Multiplikatorwirkung bei den Akteuren vor Ort: Mit Architekten, Wohnungsbaugesellschaften, Handwerksbetrieben und Energieberatern pflegt es eine enge Zusammenarbeit.

 

Wer als Bauherr ein Grundstück von der Stadt erwirbt - und die Stadt ist mit Abstand der größte Anbieter von Baugrundstücken - verpflichtet sich seit 1997 dazu, den Niedrigenergiehaus-Standard einzuhalten. Die städtischen Vorgaben liegen sogar 30 Prozent unter den gesetzlichen Anforderungen. Rund 5600 Wohnungen und 85 gewerbliche Objekte sind seitdem nach diesem Standard gebaut worden.

 

Und auch in eigenen Belangen bleibt die Verwaltung nicht untätig: In die Sanierung von öffentlichen Verwaltungsgebäuden und Schulen investierte die Stadt in den vergangenen Jahren viele Millionen Euro. Das dreizehngeschossige Stadthaus 2 von 1963 wurde im Niedrigenergiehaus-Standard saniert. Jetzt braucht es nur noch gut 40 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter und Jahr. Münsters modernste Kindertagesstätte, als Passivhaus von städtischen Architekten geplant, braucht sogar nur 15 Kilowattstunden Energie.

 

Umweltfreundlicher Verkehrsverbund

 

Mehr als jede dritte Fahrt legen die Münsteranerinnen und Münsteraner mit dem Fahrrad zurück. Das ist einmalig in Deutschland und zementiert Münsters Ruf als Fahrradhauptstadt. Etwa eine halbe Million so genannter "Leezen" sind in Münster in Gebrauch, da kommen rein rechnerisch auf jeden Einwohner etwa zwei Fahrräder. Für die Münsteraner ist das praktisch und bequem, das Klima profitiert von jeder Autofahrt, die nicht stattfindet. Daher räumen die Verkehrsplaner dem Fahrrad seit jeher eine hohe Priorität ein. Wer nicht aufs Rad steigt, kann sich komfortabel auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen. Mit dem zweiten Nahverkehrsplan ist die Anbindung der Stadtteile an die Innenstadt noch weiter verbessert worden. Auch die neueren Stadtteile und Wohngebiete sind so gut angebunden, dass niemand mehr als 300 Meter zur nächsten Haltestelle laufen muss. Für die Nachtstunden und an den Wochenenden greift das Nachtbusangebot.

 

Energieversorgung konventionell und regenerativ

 

Einen großen Sprung vorwärts in Richtung Klimarettung brachte der Neubau des Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerks der stadteigenen Stadtwerke. 2005 ging die moderne Kraft-Wärmekopplungsanlage mit einem Wirkungsgrad von 80 Prozent in Betrieb und erspart Münster im Vergleich zum vorherigen Kohlekraftwerk 190 000 Tonnen CO2 pro Jahr. Massiv macht die Stadt seit Jahren Öffentlichkeitsarbeit für die Nutzung von Sonnenenergie. Das trägt Früchte: Münster ist seit 2005 zum vierten Mal Solar-Landesmeister in Nordrhein-Westfalen. Die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts sieht nun vor, dass im Jahr 2020 die regenerativen Energien einen Anteil von 20 Prozent an der kommunalen Energieerzeugung haben sollen.

 

Schon die Kleinsten lernen Klimaschutz

 

In Münster findet der Klimaschutzgedanke seinen Weg schon früh in die Köpfe. Seit 1997 betreibt das Amt für Grünflächen und Umweltschutz mit dem "Energie- und Abfallsparen an Schulen und Kindertagesstätten" systematischen Klimaschutz mit den Jüngsten. Zum Einstieg beteiligten sich 15 Einrichtungen an dem Projekt, gegenwärtig machen über einhundert Schulen und Kitas mit mehr als 26 000 Kindern mit. Sie haben von 2003 bis 2007 mehr als sieben Mio. Liter Abfall und 3,5 Mio. Kilowattstunden Heizenergie eingespart. Davon profitiert nicht nur der städtische Haushalt, sondern natürlich auch das Klima. Und den jungen "Umweltdetektiven" macht es riesigen Spaß.

 

Klimaschutz hat in Münster Tradition

 

Spätestens seit die Stadt 1992 einen Beirat für Klima und Energie einsetzte, hat der Klimaschutz hier einen festen Platz. Das wissenschaftliche Gremium gab seinerzeit Empfehlungen, wie die CO2-Emissionen bis 2005 um 25 Prozent verringert werden könnten. Eine der ersten Maßnahmen, die der Rat umsetzte: Er schuf im Amt für Grünflächen und Umweltschutz 1995 die Koordinierungsstelle für Klima und Energie (Klenko), die seitdem konsequent an der Umsetzung der Klimaschutzziele arbeitet und nebenbei wegen des gestiegenen internationalen Interesses bis in die entlegensten Winkel Asiens über Münsters Aktivitäten berichtet. (US, Juli 2008, Quelle: Offizielle Pressemitteilung der Stadt Münster, Abbildung: Stadt Münster)

 

- WAZ-Bericht "Solardachkataster Gelsenkirchen: Wem die Sonne lacht" vom 22.04.2008 -


GRÜNE boykottieren städtischen Neujahrsempfang

Gastredner: Dr. J. Großmann (RWE)

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben nach eingehender Beratung ihre Teilnahme am Neujahrsempfang 2008 der Stadt Bottrop, zu dem für den 29. Januar 2008 eingeladen war, abgesagt.


Die Umweltpartei will mit dem Boykott des Empfangs auf ein zentrales Problem in der Energie- und Klimapolitik in Nordrhein-Westfalen (NRW) aufmerksam machen. Das Problem heißt: RWE. - Alle Hintergründe zum GRÜNEN Boykott: Umweltverträgliche Energieversorgung mit RWE nicht zu erreichen -


Zitat - Zur Klimapolitik von SPD und CDU


"Die SPD ist mit der Kohle verheiratet,

die CDU mit dem Atom

und beide mit der Autoindustrie."


(GRÜNER EU-Parlamentarier Reinhard Bütikofer im April 2007)