Trauer: "Die grüne Emmy ist tot"

GRÜNE nehmen Abschied von Emmy Galczynski

Voller Trauer und sehr persönlicher Anteilnahme mit der Familie nahmen zahlreiche GRÜNE und langjährige Wegbegleiter bei der Trauerfeier am Nordfriedhof Abschied von "ihrer" GRÜNEN Freundin!


Emmy kam zu den GRÜNEN, arbeitete in Umweltfragen engagiert mit, bevor sie 1988 Mitglied der Partei wurde. Weitere Stationen des Engagements sind der Kampf um den Erhalt des alten Hauptbahnhofs, eine intensive Beschäftigung mit den Themen Kohle/Öl Anlage, Pyrolyse und Müllheizkraftwerk. Sie setzte sich unermüdlich für den Erhalt der Winkelsheide als Feuchtbiotop ein. Als Mitglied der Bottroper GRÜNEN wurde sie delegiert über Jahre hinweg für viele Parteitage. (Mai 2013)
- "Emmy ist Teil GRÜNER und Bottroper Geschichte" -


Kritische Wegbegleiterin der Bottroper Politik verstorben

Trauer: Öffentliches Gedenken für die sehr engagierte Bottroper Einwohnerin Sigrid Kniest am 22. Oktober 2010

Sigrid Kniest, die parteilose Mitbegründerin der Lokalen Agenda 21 und der Baum- und Grünschutzinitiative (BGI) in Bottrop, ist plötzlich und unerwartet in Folge einer Hirnblutung verstorben. Als kritische und mahnende Wegbegleiterin der Bottroper Politik im Sinne nachhaltiger Entwicklungen war Sigrid Kniest ein fester Bestandteil bürgernaher Prozesse in Bottrop. Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Bildungsreferentin und psychologische Beraterin war ihre Mitwirkung im Team des Familienzentrums Heilige Familie Grafenwald sehr geschätzt.

Im Mittelpunkt ihres gesellschaftspolitischen Engagements stand stets die Projekt- und Netzwerkarbeit. Die am 28. November 1956 geborene Sigrid Kniest war aktives Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V., der Bottroper Projektgruppe Nachhaltiges Flächenmanagement, dem Gelsenkirchener Arbeitskreis Konsum und Lebensstile sowie weiteren Bürgerinitiativen und Netzwerken. Im Rahmen der Lokale Agenda 21 hat sie sich für die Förderung der Trauer- und Bestattung(s)Kultur in Bottrop verdient gemacht. Die BGI-Teilnahme zum 25-jährigen Jubiläum der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW unter dem Motto „Nachhaltigkeit in der Region“ hat sie noch im September 2010 erfolgreich mit organisiert. Die Urnenbestattung erfolgte im Rahmen einer maßgeblich von der Bottroperin Sigrid Lange organisierten, öffentlichen Gedenkveranstaltung für Sigrid Kniest am 22. Oktober 2010 in der Trauerhalle auf dem Bottroper Parkfriedhof an der Hans-Böckler-Straße. Einhelliger Tenor der Trauergäste, darunter auch Repräsentanten von Bottroper Ratsparteien, aus Natur- und Umweltverbänden sowie zahlreiche auswärtige Netzwerker: "Sigrid Kniest wird uns fehlen!" (US, September 2010 - Aktualisierung Oktober 2010)

 


Verwaltung: Unzulässiger Grabschmuck wird abgeräumt

Seit Ablauf einer Übergangsfrist zum Jahreswechsel 2009/2010 wird unzulässiger Grabschmuck, der sich auf den Ablageflächen an Gemeinschaftsgrabmalen bzw. Gemeinschaftsgrabmalanlagen befindet, jeweils von den Friedhofsmitarbeitern entfernt. Darauf hat die Stadtverwaltung Bottrop hingewiesen und betont, dass Angehörige, die unzulässigen Grabschmuck bisher nicht abgeräumt haben, noch Gelegenheit haben, die ihnen gehörenden Gegenstände abzuholen.

Der noch vorhandene unzulässige Grabschmuck werde nach der Entfernung von den Grabmalanlagen zwischengelagert. Nicht abgeholte Gegenstände werden gemäß der Friedhofssatzung der Stadt Bottrop dann ersatz- und entschädigungslos entsorgt. Zum Hintergrund wird von der Stadt Bottrop erläutert, dass die Aufstellung von Grablampen, Blumenschalen und -kübeln oder Vasen auf den Gemeinschaftsablageflächen nicht zulässig ist. Erlaubt sind dort nur Grabkerzen, Blumengebinde und -sträuße. Für entsprechende Rückfragen stehen auf allen Friedhöfen die Vorhandwerker zur Auskunft zur Verfügung. (US, Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bottrop, Januar 2010 - Aktualisierung September 2013)


Friedhofsgebühren: Anstieg statt Kostensenkung

In der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 3. Mai 2007 wurden die Forderungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu den städtischen Friedhofsgebühren von der SPD-Fraktion im Bottroper Stadtrat als "Maximalforderungen" kritisiert. Wenige Tage später sind alle bündnisgrünen Vorschläge laut einer in der WAZ Bottrop vom 11. Mai 2007 veröffentllichten SPD-Presseerklärung nur noch "Schnee von gestern"? Was gilt denn nun, liebe SPD-Fraktionsmitglieder?

 

Fakt ist, dass im Bauausschuss ausschließlich eine "weitgehend lineare Gebührenerhöhung" (Zitat der Bottroper Friedhofsverwaltung) von SPD, CDU und ödp beschlossen wurde, während andere Anregungen nicht berücksichtigt wurden. Gemessen an der Beschlussfassung ist es insofern stark irreführend, wenn die SPD-Ratsfraktion nun behauptet, "Kosten senken geht vor Gebühren erhöhen". Nach unseren Recherchen hat – entgegen der Darstellung im Bauausschuss - bislang noch nicht einmal das Bottroper Rechnungsprüfungsamt die Notwendigkeit des Gebührenbedarfs für das Jahr 2007 überprüft. Mögliche Einsparpotenziale (z. B. im Bauhof- bzw. Fuhrpark-Bereich) bleiben so ungenutzt.

 

Dabei hat der Rechnungsprüfungsausschuss bereits im Oktober 2003 – auf maßgebliches Drängen der GRÜNEN – die Verwaltung beauftragt, dem Bau- und Verkehrsausschuss flächenschonende Vorschläge sowie "alternative Nutzungsmöglichkeiten" für nicht benötigte Friedhofsbereiche darzulegen. Wäre dies zeitnah erfolgt, hätten bis heute bereits merkliche Kostenreduktionen erreicht werden können. Dafür muss die Allgemeinheit nun ein Millionen-Defizit schultern. Und die FriedhofsnutzerInnen erwarten ab Juli 2007 zusätzlich in vielen Bereichen höhere Gebühren, ohne dass die seit Sommer 2004 angekündigte Tarifreform im Friedhofswesen umgesetzt wird. (US, Mai 2007)

 

gez. Andrea Swoboda, Fraktionssprecherin

gez. Ulrich Schnirch, Sprecher im Bau- und Verkehrsausschuss



Seit 2001: Verluste von 1 Mio. Euro bei Friedhöfen

Keine Kostendeckung - Testphase

 

Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lehnt eine weitgehend lineare Erhöhung der Friedhofsgebühren um etwa 9,5 Prozent ab. Gleichzeitig hält die Frakton kurzfristig eine grundlegende Tarifreform im Friedhofswesen für erforderlich. Dies sei im Sommer 2004 durch die Verwaltung angekündigt worden.

 

"Nach unseren Berechnungen verursacht die Bottroper Friedhofsverwaltung seit dem Jahr 2001 durchgängig Fehlbeträge. Am Ende des laufenden Jahres werden die Verluste insgesamt die Millionen-Grenze erreichen. Ohne Aussicht auf Besserung", kritisiert Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Sprecher im Bau- und Verkehrsausschuss. Mit dem geplanten Arbeitskreis "Zukunft der Friedhöfe" würden die Probleme auch im Jahr 2007 nicht gelöst, sondern nur weiter verschleppt.

 

"Dabei gilt im Friedhofswesen das Kostendeckungsprinzip", erläutert Ulrich Schnirch. Im Jahr 2004 habe das Grünflächenamt dazu noch ausgeführt, eine kurzzeitige Kostenunterdeckung müsse nach § 6 Abs. 2 Kommunalabgabengesetz innerhalb von höchstens drei Jahren ausgeglichen werden. Schnirch: "Wenn wir GRÜNEN eine gesetzeskonforme Gebührenpolitik fordern, die der Allgemeinheit nicht noch höhere Gebühren und Abgaben aufbürdet, ist dies keine "Maximalforderung", wie aus den Reihen der SPD behauptet wird." Vielmehr würden vermeidbare Kosten mit solchen Ablenkungsmanövern gerechtfertigt und eine (verursachungs)gerechte Neugestaltung der Tarifstruktur vermieden.

 

"Dabei sind günstige Gebühren im Vergleich mit den Nachbarstädten grundsätzlich anzustreben", stellt Schnirch klar. Das Verschleppen der in 2004 angekündigten einjährigen Testphase sei finanziell für die Stadt Bottrop aber nicht mehr verkraftbar. Der örtliche Hauptausschuss und der Stadtrat haben dennoch am 5. Juni 2007 bzw. am 12. Juni 2007 mehrheitlich für die Erhöhung der Friedhofsgebühren ab Juli 2007 votiert. (US, Mai 2007 - Aktualisierung Juni 2007)