"Bottrop 2018": Frei werdende RAG-Flächen entwickeln!

Verzicht auf die Zerstörung des Kraneburger Feldes im Bottroper Süden ist möglich

Für die frei werdenden RAG-Flächen im Bottroper Stadtgebiet sollen zeitnah Perspektiven entwickelt werden. Diese Forderung erhebt die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Bottrop. GRÜNEN-Vertreter Ulrich Schnirch erläutert, so könne auch auf die geplante Zerstörung des Kraneburger Feldes im Bottroper Süden verzichtet werden. Hintergrund der Forderung ist der von der Verwaltung vorgelegte Prüfbericht zum Flächennutzungsplan im Bereich Wirtschaft und Gewerbe.

GRÜNE Forderung: Perspektiven für frei werdende RAG-Flächen entwickeln

Zur Idee "Bottrop 2018" erläutert Ulrich Schnirch: "Unsere Stadt Bottrop muss das Ende des subventionierten Bergbaus im Jahr 2018 verstärkt in den Blick nehmen und Perspektiven für die 80,57 ha großen Bergbau-Flächen konzipieren. Neben der Stadtverwaltung ist die RAG gefordert, hier möglichst zeitnah einen Übergang zu ermöglichen." Dazu sei auch eine Übertragung von Grundstücken an eine gemeinsame Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft von RAG und Stadt Bottrop denkbar, die sich dann gezielt um nachhaltige Unternehmensansiedlungen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Bottrop kümmern könne.

Stadtbezirke beraten im September 2013 über Flächenentwicklung

Schnirch unterstreicht: "Um die Potenziale einer nachhaltigen Folgenutzung zuführen zu können, sollten für die Bergbauflächen unverzüglich Entwicklungsstrategien und Nutzungskonzepte erstellt werden." Im Wirtschaftsförderungsausschuss wurde GRÜNEN-Vertreter Schnirch hierzu eine Übersicht aller RAG-Flächen in Aussicht gestellt. Die Bezirke beraten - direkt nach der Sommerpause - im September 2013 über die weitere Flächenentwicklung. (US, Juli 2013)

- WAZ-Bericht "GRÜNE Bottrop: RAG-Flächen zügig entwickeln" vom 24.07.2013 -


Netzentwicklungsplan: Neue Stromtrasse durch Bottrop?

Durch das Ruhrgebiet sollen teilweise bis zu 60 Meter hohe Starkstrom-Riesenmasten verlaufen. Viele Menschen befürchten dann zusätzlichen Elektrosmog.

Nach dem vorliegenden "Netzentwicklungsplan 2012" ist auch durch den Bottroper Süden ein Stromtrassenbau geplant. Die parallel zur Bundesstraße B 224 vorhandene Trasse soll offenbar auf 380 KV ausgebaut werden. Die Einspruchsfrist gegen die neuen Stromtrassen läuft noch bis 10. Juli 2012. (TP & US, Juni 2012)

- Netzentwicklungsplan 2012: Übersichtskarten zum Trassenverlauf im Ruhrgebiet (Seite 6) -
- Netzentwicklungsplan 2012: Einspruch bis 10. Juli 2012 einlegen ... -

GRÜNE: Transitautobahn A 52 steht auf dem Prüfstand

Aus Sicht der GRÜNEN Stadtratsfraktion Bottrop ist es in Zeiten hoher Defizite von Bund, Land und Kommunen nur konsequent, Prioritäten für Straßenbauvorhaben zu setzen.

Hier sei das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) inzwischen weiter als die InnovationCity Bottrop, wenn zukünftig der Erhalt bestehender Straßen den Vorrang vor dem Neubau (z. B. der Autobahn A 52) bekommen solle. Es sei nicht mehr akzeptabel, dass Straßen.NRW über Jahre hinweg weit mehr Neubaumaßnahmen mit hohem Aufwand plane, als Gelder zur Verfügung stehen. - NRW-Prioritäten beim möglichen Neubau der B 224 zur A 52 -


 

"Netzwerk Bürgerinitiativen" mit IG "Stoppt A 52" BOT

Die Bottroper Interessengemeinschaft (IG) "Stoppt A 52" hat sich am 15. Juli 2010 bei einem Treffen mit Bürgerinitiativen aus den Nachbarstädten Gladbeck und Essen gegen die EU-Transitautobahn A 52/A 44 vernetzt.

"Da sich in den Städten immer mehr Autobahngegner in Initiativen organisieren, haben wir von der Bottroper IG "Stoppt A 52" uns nun mit fünf weiteren Gruppen zusammengeschlossen. Wir planen zukünftig einen regen Austausch und Städte übergreifende Aktionen", erläutert IG-Sprecherin Anita Porwol, die gemeinsam mit Norbert Porwol und Ulrich Schnirch an dem Treffen in Essen teilgenommen hat. Anders als Bottroper Autobahnlobbyisten den Menschen vermitteln wollten, sei die A 52 zwischen A 42 und A 2 noch keineswegs in trockenen Tüchern. "Deshalb lohnt sich das Kämpfen gegen die Autobahn auch weiterhin", zeigt sich Anita Porwol entschlossen. (US, August 2010).

- WAZ-Bericht „A 52-Ausbau: Sechs Initiativen gemeinsam“ vom 25.08.2010 –
- WAZ-Bericht „Ausbau A 52: Initiativen gegen die A 52 vernetzen sich“ vom 27.07.2010 -

 

- Naturschutzverbände äußern Kritik am Ausbau der B 224 zur A 52 (24.03.2009) -

 

- A 52 im Projektdossier Nr. NW5603 des Bundeverkehrswegeplans 2003 (Landesbüro der Naturschutzverbände NRW) -

- Landesbüro der Naturschutzverbände NRW: A 52 – Übersichtsplan Neubauabschnitte -

 


SPD: A-52-Debatte geht die nächsten 5 Jahre weiter

„Die A-52-Debatte läuft seit Jahren und wird auch die nächsten fünf Jahre weiter gehen. Natürlich will der Industriepark Dorsten-Marl einen schnellen Anschluss an die A 2 durch den Ausbau der Bundesstraße zur Autobahn. Es kann aber nicht sein, dass dann andere Gewerbegebiete abgehängt werden. Bei der vermeintlichen Streitfrage Galerie oder Tunnel in Gladbeck reden wir ja gar nicht über so einen großen Unterschied. Die Galerie in Gladbeck würde 96, der Tunnel 110 Mio Euro kosten. Schwerer wiegt der Ausbau des Kreuzes B 224 / A 2. Das Projekt soll bei einer Bauzeit von fünf bis sieben Jahren 250 Mio Euro kosten.“


(Gladbecker SPD-Landtagsabgeordneter Michael Hübner im Dorstener WAZ-Interview vom 12.08.2010 zum Ausbau der Bundesstraße B 224 zur Transitautobahn A 52. US, August 2010)



 

Bärbel Höhn war am 18. August 2009 in Bottrop

Ehemalige NRW-Umweltministerin unterstützt Bottroper beim Kampf gegen die A 52 und für die Rettung des Kraneburger Feldes

Die ehemalige NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn war zu Gast in Bottrop. Am Dienstag, 18. August 2009, hat sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag über die Diskussion zur EU-Transitautobahn A 52 und dem Kraneburger Feld "vor Ort" ein Bild gemacht.


Neben einem Austausch mit den örtlichen GRÜNEN, darunter OB-Kandidatin Andrea Swoboda und Bundestagskandidat Hans-Jürgen Reitmeyer, kam auch ein Gespräch mit Aktiven der örtlichen Initiativen zustande. Dazu der umwelt- und verkehrspolitische Sprecher Ulrich Schnirch, auf dessen Einladung im Namen der Bottroper GRÜNEN die beliebte Bundespolitikerin unsere Stadt besuchte: "Ich freue mich, dass uns nach der GRÜNEN Landesebene mit dem NRW-Verkehrsexperten Horst Becker (MdL) nun auch die GRÜNE Bundesebene mit der Umweltexpertin Bärbel Höhn (MdB) beim Kampf für Umwelt und Natur im Bottroper Süden und insbesondere den Erhalt des Kraneburger Feldes unterstützt hat." (US, August 2009 - Oktober 2009)

- WAZ-Bericht „Bottrop: Ausbau der B 224 - Bärbel Höhn kämpft gegen die A 52“ vom 18.08.2009 -
- Stadt Bottrop: "Dienstleistungspark A 52" im Kraneburger Feld in Bottrop -



IG-Aufruf zur Teilnahme an der Bundestagswahl 2009

Aufruf der Interessengemeinschaft (IG) Stoppt A 52 zur Teilnahme an der Bundestagswahl: Parteipositionen zur Bundesautobahn A 52 als ein wichtiges Wahlkriterium prüfen!

Die Interessengemeinschaft (IG) Stoppt A 52 ruft dazu auf, an der Bundestagswahl am 27. September 2009 teilzunehmen, aber keine Partei zu wählen, die den Ausbau der Bundesstraße B 224 zur Bundesautobahn A 52 befürwortet. Denn der Bundestag und die Bundesregierung entschieden über diese "Hochleistungsautobahn" und das tatsächliche Engagement beim Klimaschutz.

IG-Sprecherin Anita Porwol erläutert: "Die Region hat beim Autobahnbau die Schmerzgrenze bei Lärm-, Feinstaub- und Abgasgrenzwerten eigentlich schon überschritten. Mit der EU-Transitautobahn A 52 kommt aber noch viel mehr Kraftfahrzeugverkehr auf die Stadt Bottrop zu (Verdoppelung des Nord-Südverkehrs, Vervierfachung des Lkw-Verkehrs!). Auch die Zahl der Gefahrguttransporte auf dieser Transitstrecke durch das Ruhrgebiet wird deutlich zunehmen (z. B. aus dem Chemiepark Marl). Neben der Gefährdung der Lebens- und Aufenthaltsqualität werden die Stadtteile im Bottroper Süden zerschnitten und das Kraneburger Feld bedroht. Möglichst viele Bottroper sollten deshalb die Parteipositionen zum geplanten Autobahnbau als ein wichtiges Wahlkriterium für die Bundestagswahl prüfen!" (Original-Pressemitteilung der Bottroper Interessengemeinschaft "Stoppt A 52" vom 23. September 2009)

Die Bottroper Interessengemeinschaft „Stoppt A 52“ ist eine parteiunabhängige Gemeinschaft aus Bürgerinnen und Bürgern, die Probleme, Bedenken und Ängste mit dem Ausbau der Bundesstraße B 224 zur Bundesautobahn A 52 und den damit einhergehenden Veränderungen in Boy/Welheim verbinden. (US, September 2009)

Salami-Taktik bei der Autobahn A 52 stoppen

Umwelt- und Verkehrsauswirkungen des Ausbaus der Autobahn A 52 müssen transparenter werden

Zum Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Bundesstraße B 224 zur Autobahn A 52 im „Bottroper Abschnitt“ zwischen Essen-Nord und der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck erklärt der verkehrspolitische Sprecher der GRÜNEN NRW-Landtagsfraktion, Horst Becker (MdL):

„Der Ausbau gestaltet sich nicht nur zu einem absoluten Dinosaurier-Projekt, sondern zugleich zu einem Risiko für die Menschen vor Ort. Die gesundheitsschädlichen Belastungen mit Feinstaub und Stickoxiden überschreiten schon heute in der gesamten Region in erschreckender Weise die Grenzwerte. Gleiches gilt für die Lärmbelastung. Deshalb gilt es, den Bau der A 52 als neue Transitautobahn mitten durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet zu verhindern.

Ich halte die eingeschlagen Salami-Taktik, die Trasse in mehreren Abschnitten genehmigen zu lassen, für hochgradig fragwürdig. Die angebliche Entlastung des Verkehrs ist nicht zu erkennen und wird auch nicht begründet, da das Ausbaustück Essen-Nord/Bottrop keinen eigenen Verkehrswert hat. Stattdessen bringt das Teilstück mehr Autos nach Essen, die das vorhandene Straßennetz zusätzlich belasten werden. Die jetzigen Planungen für einen Teilabschnitt sind daher zu stoppen und durch eine Gesamtplanung zu ersetzen, um das Ausmaß des gesamten Bauvorhabens für die Öffentlichkeit nachvollziehbar darzustellen."

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich quer durch die Kreisverbände, im Land und im Bund dafür ein, den Ausbau in der geplanten Form zu stoppen. (US, März 2009)

- Foto-Impressionen: „B 224 Essen – Gladbeck“ (Fahrtrichtung Süd-Nord) -
- Foto-Impressionen: „B 224 Gladbeck - Essen“ (Fahrtrichtung Nord-Süd) -
- Foto-Impressionen: „A 52 Dorsten – Gladbeck (Fahrtrichtung Nord-Süd)“ -
- Foto-Impressionen: „A 52 Gladbeck - Dorsten (Fahrtrichtung Süd-Nord)“ -



 

GRÜNER Antrag: Messstation Bottrop-Welheim abgelehnt

Zur Lufthygiene an der Bundesstraße B 224 teilte die Stadtverwaltung Bottrop unter anderem mit Verweis auf Informationen durch den Vorhabenträger Straßen.NRW in einer gemeinsamen Sondersitzung des Bottroper Bau- und Verkehrsausschusses sowie des Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz am 09.10.2007 in der Aula der Bottroper Hauptschule Welheim mit:

"Grundlage für die Überwachung der Luftqualität ist die LUQS-Messstation des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW in Bottrop-Welheim. Über diese Messstation wird die lufthygienische Situation im Bottroper Süden kontinuierlich gemessen und überwacht." Aus bündnisgrüner Sicht ist jedoch zu beachten, dass die Messstation durch ihre Lage im Umfeld der Kokerei Prosper "industriell geprägt" ist und keine Rückschlüsse auf verkehrsbezogene Belastungen durch die Bundesstraße B 224 bzw. eine mögliche EU-Transitautobahn A 52 erlaubt. Zur Abschätzung der lufthygienischen Situation wurde durch die Stadt Bottrop daher im Jahr 2008 eine temporäre Luftqualitäts-Messstation beim Land NRW für den Bereich der heutigen B 224 beantragt.

Auf Antrag der GRÜNEN Ratsfraktion vom 09.10.2008 zum "Bau der Bundesstraße B 224 zur Autobahn A 52" im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz am 20.11.2008 teilte das Bottroper Stadtplanungsamt in einem Sachstandsbericht mit, "das Landesumweltamt hat die Aufstellung eines Messcontainers mit Hinweis auf die im Rahmen der Autobahnplanung zu erstellende Schadstoffuntersuchung abgelehnt." Der Landesbetrieb Straßenbau.NRW habe im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ein detailliertes Gutachten vorzulegen. (US, November 2008 - Aktualisierung Juni 2012)